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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Interdisziplinäre Therapie chronischer Wunden der unteren Extremität

Meeting Abstract

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  • Zeynep Altayli - Frankfurter Diakonie Kliniken, Plastische Chirurgie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, Frankfurt
  • Horst Sievert - Sankt Katharinen Krankenhaus, Cardio-Vasculäres Centrum Frankfurt, Frankfurt
  • Klaus Exner - St. Markus-Krankenhaus, Plastische Chirurgie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, Frankfurt am Main

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch645

DOI: 10.3205/11dgch645, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch6450

Published: May 20, 2011

© 2011 Altayli et al.
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Einleitung: Ältere Patienten mit internistischen Begleiterkrankungen leiden zunehmend an chronischen Wunden der unteren Extremität. Eine pAVK erschwert die Wundheilung prä- und postoperativ. Eine pAVK ist entweder bekannt oder wird im Rahmen der Voruntersuchungen diagnostiziert. Optimale rheologische Flussbedingungen sind auf der anderen Seite notwendig für Wundheilung nach freier, lokaler Lappenplastik und Hauttransplantation. In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit einem Vasculären Centrum behalndelten wir Patienten nach Revaskularisation.

Material und Methoden: In einem Zeitraum von 4 Jahren (2005–2010) wurden 16 Patienten zur präoperativen Angiographie und Versuch der Revaskularisation vorgestellt. 9 Patienten erhielten eine Defektdeckung nach Revaskularisation der Unterschenkelarterien. Bei 7 Patienten mit pAVK war eine Revaskularisation nicht möglich. 3 Patienten erhielten eine Dilatation von 2 Unterschenkelarterien, 6 eine Revaskularisation einer Arterie. Erfasst wurden Komorbiditäten, die Art des Defektverschlusses, Komplikationen, postoperative Therapie zur Optimierung der Rheologie, Einheilung der Lappenplastik und Dauer des stationären Aufenthaltes.

Ergebnisse: In der Gruppen der Patienten, die eine Revakularisation erhielten, wurden 3 freie, 4 lokale Lappenplastiken, 2 Hauttransplantationen durchgeführt. 5 Patienten ohne Revakularisation erhielten eine Hauttransplantation, 2 lokale Lappenplastik. Ein Suralislappen in der Gruppe der Patienten nach Revaskularisation zeigte einen Lappenteilverlust. In der Gruppe ohne Revaskularisation zeigten 3 Patienten nach Spalthauttransplantation und ein Patient mit Verschiebelappenplastik Transplantatverlust und eine Lappennekrose. Im Durchschnitt konnten Patienten nach Revaskularisation nach 22 Tagen das Krankenhaus verlassen. Patienten ohne Revaskularisation nach 26 Tagen.

Schlussfolgerung: Ein direkter Vergleich der Patientengruppen, mit Revaskularisation und ohne Revaskularisation, ist aufgrund der bestehenden Komorbiditäten, Risikofaktoren und Art der Defektdeckung nicht möglich. Festzuhalten ist jedoch, dass nach Revaskularisation häufiger eine freie Lappenplastik vorgenommen werden konnte, Einheilung der Lappenplastik oder des Transplantates besser und resultierend Dauer des stationären Aufenthaltes kürzer war.