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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Mindestmengen in der Pankreaschirurgie in Deutschland – Eine Bestandsaufnahme von 2006–2009

Meeting Abstract

  • Guido Alsfasser - Chirurgische Universitätsklinik Rostock, Allgemeinchirurgie, Rostock
  • Julia M Kittner - Chirurgische Universitätsklinik Rostock, Allgemeinchirurgie, Rostock
  • Sven Eisold - Chirurgische Universitätsklinik Rostock, Allgemeinchirurgie, Rostock
  • Ernst Klar - Chirurgische Universitätsklinik Rostock, Allgemeinchirurgie, Rostock

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch619

DOI: 10.3205/11dgch619, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch6193

Published: May 20, 2011

© 2011 Alsfasser et al.
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Text

Einleitung: Die Mindestmengenregelung ist in viel diskutiertes Thema in der Pankreaschirurgie. Im Zusammenhang mit der Einführung der Mindestmengenregelung (MM-R) wurden durch Umfragen folgende Fragen adressiert: Hat die Einführung der MM-R zu einer Zentralisierung in der Pankreaschirurgie geführt? Wie hat sich die MM-R auf die Infrastruktur der Pankreaschirurgie in Deutschland ausgewirkt? Haben high volume Zentren bessere Ergebnisse?

Material und Methoden: Durchführung von zwei anonymisierten Umfragen zu den Pankreasoperationen im Jahre 2006, 2008 und 2009 in Deutschland. Gefragt wurde u.a. nach Operationszahlen, Letalität, sowie Art der Institution (Universität, Lehrkrankenhaus (LKH), andere Krankenhäuser). Die Daten wurden in Quartile und somit in verschiedene Volumenkategorien (very low, low, medium und high) eingeteilt. Insbesondere wurden die KH unterhalb der gesetzlichen Mindestmenge von 10 Operationen/Jahr berücksichtigt.

Ergebnisse: Die Rücklaufquote betrug für die Umfragen 2006 49,6% (263/530) und 2008/2009 47,9% (228/476). Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Operationen, wobei eine signifikante Zunahme der Operationen an Universitäten zu Lasten der Lehrkrankenhäuser zu sehen war (p<0,0001, Chi-square Test) (Tabelle 1 [Tab. 1]).

Ausgewertet wurden 2006 222 Kliniken, 2008 154 und 2009 158 Kliniken. Die verschiedenen Volumenkategorien unterscheiden sich nicht voneinander in Bezug auf die Mortalität (Tabelle 2 [Tab. 2]).

Die KH, die unter der Mindestmenge von 10/Jahr operieren sind wie folgt charakterisiert (Tabelle 3 [Tab. 3]).

Schlussfolgerung: Nach Einführung der MM- Regelung ist eine Zentralisierung der Pankreasoperationen auf Universitäten zu verzeichnen, zu Lasten der LKH. Parallel ist eine Reduktion der operierenden Kliniken zu sehen. Bei durchweg niedriger Mortalität ist ein Unterschied aufgrund des Krankenhausvolumens nicht erkennbar. Offensichtlich haben sich überwiegend die Zentren mit guter Ergebnisqualität an unserer Studie beteiligt.