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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Management von Lebermetastasen bei gastrointestinalen Stromatumoren (GISTs)

Meeting Abstract

  • Nikolaos Vassos - Universitätsklinikum Erlangen, Chirurgische Klinik und Poliklinik, Erlangen
  • Abbas Agaimy - Universitätsklinikum Erlangen, Pathologisches Institut, Erlangen
  • Werner Hohenberger - Universitätsklinik Erlangen/Nürnberg, Chirurgische Klinik mit Poliklinik, Erlangen
  • Roland Croner - Universitätsklinikum Erlangen, Chirurgische Klinik und Poliklinik, Erlangen

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch612

DOI: 10.3205/11dgch612, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch6120

Published: May 20, 2011

© 2011 Vassos et al.
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Text

Einleitung: Leber- und peritoneale Metastasen sind die häufigste klinische Manifestation beim metastasierenden GISTs. Die Einführung der Therapie mit Tyrosine Kinase Inhibitoren (TKI) hat das Management von GIST-Tumoren radikal geändert. Patienten mit Lebermetastasen können nach Behandlung mit TKI Kandidaten für eine kurative Resektion werden.

Material und Methoden: Bei 85 Patienten, die zwischen Januar 2000 und Dezember 2009 an einem GIST behandelt wurden, wurde eine retrospektive Analyse durchgeführt. Die klinischen, makro- und mikroskopischen sowie immunochistochemischen Kriterien wurden analysiert. Eine chirurgische und eine neo- oder adjuvant Imatinib Therapie wurden respektiert und das Follow-up ausgewertet.

Ergebnisse: Zehn (5 männlich, 5 weiblich) von 85 GIST-Patienten (12%) entwickelten Lebermetastasen. Das Durchschnittalter war 59 (range: 35-75). Die Lebermetastasen entsanden synchron (n=4) oder metachron (n=6), meistens multiple und in 70% disseminiert. Die primäre GIST-Tumoren entstanden im Magen (40%) und im Dünndarm (60%). 90% waren symptomatisch und exprimierten CD117 und/oder CD34. Alle Patienten wurden mit TKI behandelt. In 4 Fälle waren die Lebermetastasen resektable (R0), die Redizivrate lab bei 50%. Rezidive wurden mit Radiofrequenzablation-RFA, Sunitinib oder Nilotinib behandelt. Die Mortalität im follow up lag bei 20% (2/10). Acht Patienten waren am Leben, 5 frei von Lebermetastasen und 3 ohne Krankheitsprogress.

Schlussfolgerung: Leber ist eine häufige metastatische Lokalisation für GIST-Tumore. Geeignete initiale Diagnostik ist essentiell um die effektive Kombination von TKI und Chirurgie zu wählen. Auch bei Rezidivmetastasen kann durch RFA und Zweitlinientherapie eine Stabilisierung des Krankheitsverlaufs erreicht werden.