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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Benigne Periphere Nervenscheidentumore – eine retrospektive Studie von 25 Patienten der letzten 20 Jahre

Meeting Abstract

  • Nick Spindler - BG Universitätskliniken Bergmannsheil, Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Bochum
  • Sammy Al-Benna - BG Universitätskliniken Bergmannsheil, Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Bochum
  • Benedikt Merwart - BG Universitätskliniken Bergmannsheil, Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Bochum
  • Andrej Ring - BG Universitätskliniken Bergmannsheil, Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Bochum
  • Ole Goertz - BG Universitätskliniken Bergmannsheil, Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Bochum
  • Jörg Hauser - BG Universitätskliniken Bergmannsheil, Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Bochum
  • Stefan Langer - BG Universitätskliniken Bergmannsheil, Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Bochum
  • Hans-Ulrich Steinau - BG Universitätskliniken Bergmannsheil, Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Bochum
  • Lars Steinstraesser - BG Universitätskliniken Bergmannsheil, Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Bochum

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch557

DOI: 10.3205/11dgch557, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch5575

Published: May 20, 2011

© 2011 Spindler et al.
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Text

Einleitung: Benigne Periphere Nervenscheidentumore (Syn. Schwannome) sind seltene Tumoren, die in jedem peripheren oder autonomen Nerven auftreten können. Sie sind klinisch nicht einfach zu diagnostizieren, da häufig erst verspätet korrekt diagnostiziert werden. Verbesserte Bildgebung sowie zytologische Techniken konnten dies in der letzten Zeit verbessern. Die chirurgische Resektion stellt bei dieser Gruppe von benignen Tumoren die Behandlung der ersten Wahl dar. Das Ziel dieser retrospektiven Studie war die Untersuchung der Klinik, Therapie und Outcome in einer single Center Studie bei peripheren Schwannomen.

Material und Methoden: Es wurden 25 Patienten mit histologisch gesicherten Schwannomen während eines Zeitraumes von 1990 bis 2010 retrospektiv analysiert. Dabei wurden Alter, Geschlecht, die Lokalisation des Tumors, Größe sowie die Behandlungsart und Rezidivrate berücksichtigt.

Ergebnisse: Das mittlere Patientenalter betrug 50,9 Jahre (14–84 Jahre). 32% männlich, 68% waren weiblich. Die mittlere Tumorgröße betrug 4,3 cm (1,5–8,5 cm). 43% waren auf der rechten Seite 57% auf der linken Seite 39% traten an der unteren 42% an der oberen Extremität sowie 19% im Wirbelsäulenbereich auf. In 83% der Fälle konnte der Tumor vollständig, reseziert werden. Die funktionellen Rekonstruktionen beinhalteten Muskel- und Sehentransposition sowie Nerventransplantation.

Schlussfolgerung: Diese seltenen gutartigen Nerventumore sind seltene Läsionen und die bisher veröffentlichten Studien beinhalten nur kleine Patientenkollektive. Auf Grund des komplexen Managements dieser Tumoren mit assozierter operativer funktionellem Defiziten sollte die Behandlung in entsprechend ausgewiesenen Kompetenzzentren durchgeführt werden.