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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Minimal Invasive Chirurgie beim Ösophaguskarzinom

Meeting Abstract

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  • Daniel Schubert - Universitätsklinik Magdeburg, Allgemein-Viszeral-und Gefäßchirurgie, Magdeburg

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch544

DOI: 10.3205/11dgch544, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch5442

Published: May 20, 2011

© 2011 Schubert.
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Einleitung: Die thorakoabdominale Ösophagusresektion zählt zu den aufwendigsten und komplikationsträchtigsten Eingriffen der Viszeralchirurgie. Durch den Einsatz der minimal invasiven Chirurgie mit Minimierung des Zugangstraumas könnten sich Vorteile bezüglich des Risiko-und Komplikationsprofiles bei gleicher onkologischer Radikalität bei der Ösophagusresektion ergeben.

Material und Methoden: Zwischen 1/2007 und 12 /2009 wurden 32 ausgewählte Patienten mit einem Ösophaguskarzinom in unserer Einrichtung minimal invasiv operiert. Bei 23 Patienten erfolgte die kombiniert laparoskopisch-thorakoskopische Ösophagusresektion mit intrathorakaler Anastomose. Bei 9 Patienten wurde die Schlauchmagenbildung in laparoskopischer Technik und die Ösophagusresektion und Anastomosierung nach konventioneller Thorakotomie durchgeführt.

Ergebnisse: Die Operationszeit lag im Mittel bei 270 min. (240-390 min.). Eine Konversion war nicht notwendig. In allen Fällen erfolgte die R0-Resektion. Es wurden im Durchschnitt 17 Lymphknoten (9-34) entfernt. Der ITS-Aufenthalt beschränkte sich auf durchschnittlich 2d (1-3d). An Majorkomplikationen wurde bei 5 Patienten eine Insuffizienz der Anastomose beobachtet, die alle interventionell mittels Stentimplantation beherrscht wurden. Bei einem Patienten musste wegen eines Pleuraempyems rethorakoskopiert werden. Behandlungspflichtige pulmonale Komplikationen (Pneumonie) traten bei 6 Patienten auf. Die Patienten konnte nach ca. 17d (9-48d) entlassen werden. Kein Patient verstarb an den Folgen des Eingriffes.

Schlussfolgerung: Die Ösophagusresektion ist in minimal invasiver Technik sicher und mit akzeptabler Morbidität durchführbar. Die Patienten profitieren dabei von den generellen Vorteilen der MIC durch die Minimierung des Zugangstraumas im besonderen Maße. Ob sich durch den Einsatz der MIC auch objektiv eine Senkung der Mortalität und Morbidität bei der Ösophagusresektion ergibt, sollten prospektiv randomisierte Studien klären.