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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Rigide und nicht-rigide Deformation eines Mittelwertmodells zur Planung komplexer Mittelgesichtsrekonstruktionen

Meeting Abstract

  • Harald Essig - Medizinische Hochschule Hannover, Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hannover
  • Hoen-Oh Shin - Medizinische Hochschule Hannover, Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hannover
  • Frank Tavassol - Medizinische Hochschule Hannover, Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hannover
  • Horst Kokemüller - Medizinische Hochschule Hannover, Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hannover
  • Martin Rücker - Medizinische Hochschule Hannover, Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hannover
  • Nils-Claudius Gellrich - Medizinische Hochschule Hannover, Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hannover

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch518

DOI: 10.3205/11dgch518, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch5186

Published: May 20, 2011

© 2011 Essig et al.
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Text

Einleitung: Komplexe beidseitige primäre und vor allem auch sekundäre Mittelgesichtsrekonstruktionen stellen noch immer eine große Herausforderung dar. Ungelöst ist bisher die valide virtuelle Planung eines solchen Eingriffes, da herkömmliche Methoden wie die virtuelle Spiegelung der unbetroffenen kontralateralen Seite nicht zur Verfügung stehen. Der Ansatz, „allogene“ virtuelle Schablonen als STL-Datensätze in den Patientendatensatz zu laden und auf eine möglichst ähnlich geartete Anatomie zu setzen, ist sehr zeitaufwendig und steht deshalb für die tägliche Routine nicht zur Verfügung.

Material und Methoden: Die hier vorgestellte neue Methode basiert auf einem statistischen Mittelwertschädel, dem artefaktfreie CT-Datensätze des Mittelgesichtes hinterlegt wurden. Ein iterativer Algorithmus errechnet nach semiautomatischer virtueller Segmentierung und Entfernung der dislozierten oder deformierten knöchernen Strukturen die zu ersetzenden knöchernen Anteile des Mittelgesichtes.

Ergebnisse: Zunächst erfolgte die Validierung bei der Planung nicht deformierter knöcherner Mittelgesichtskomplexen, anschließend die virtuelle Rekonstruktion einseitig betroffener Mittelgesichtsstrukturen und im dritten Schritt die Anwendung bei komplexen, die Mittellinie überschreitenden Deformitäten.

Schlussfolgerung: Die Anwendung der virtuellen Rekonstrukte im STL-Format zeigt einen neuen und vielversprechenden Ansatz als Werkzeug für die Planung komplexer Mittelgesichtsrekonstruktionen. Allerdings ist der Einsatz in der klinischen Routine noch durch den hohen Rechenaufwand limitiert. Derzeit erfolgt deshalb die Optimierung des Algorithmus von sequentiell auf parallel rechnend. Anhand klinischer Beispiele wird diese neue Methode in Planungs- und Realisierungsphase vorgestellt.