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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Der Einfluss okklusiver Wundauflagen auf die Wund- und Narbenheilung – zelluläre und molekulare Veränderungen im Rattenmodell

Meeting Abstract

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  • Oliver Kloeters - BG-Unfallklinik Ludwigshafen, Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Schwerbrandverletzenzentrum, Ludwigshafen
  • Marcus Lehnhardt - BG Unfallklinik Ludwigshafen, Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Schwerbrandverletztenzentrum, Ludwigshafen
  • Thomas Mustoe - Northwestern University, Chicago, IL, USA, Dept. of Plastic and Reconstructive Surgery, Woundhealing Laboratory, Chicago

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch501

DOI: 10.3205/11dgch501, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch5010

Published: May 20, 2011

© 2011 Kloeters et al.
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Einleitung: Okklusive Wundauflagen werden im klinischen Alltag zur Beschleunigung der Wundheilung und zur Reduktion von Narbengewebe eingesetzt. In vivo und in vitro Untersuchungen suggerieren, dass ein möglicher Mechanismus der Erhalt einer adäquaten Hydratisierung der Epidermis ist, wenngleich der molekulare Kommunikationsmechanismus bislang wenig bekannt ist. In dieser Studie haben wir uns daher mit histologischen und molekularen Veränderungen unter semi-okklusiver Wundbehandlung in einem inzisionalen Wundmodell der Ratte beschäftigt.

Material und Methoden: Hierzu wurden 2 jeweils 6 cm lange Inzisionen auf dem Rücken einer Ratte unter Miteinbeziehung des Panniculus Carnosus durchgeführt und im Anschluss mit 2 Lagen Steri-Strip für 10 Tage bedeckt, sodass jedes Tier als seine eigene Kontrolle fungierte. Histologische Färbemethoden und qRT-PCR wurden eingesetzt, um zelluläre und molekulare Veränderungen unter semi-okklusiver Wundbehandlung zu charakterisieren.

Ergebnisse: Semi-okklusiv behandelte Wunden zeigten eine reduzierte epidermale Dicke und Zellularität sowie eine signifikant geringere mitotische Aktivität im Vergleich zur Kontroll-Gruppe. Ebenso war die Dichte inflammatorischer Zellen der Dermis durch Semi-Okklusion reduziert. Die Expression proinflammatoischer Zytokine Interleukin-1-α und Tumor-Necrosis-Factor-α waren am 3. postoperativen Tag unter Semi-Okklusion signifikant reduziert.

Schlussfolgerung: Die semi-okklusive Wundbehandlung reduziert signifikant die epidermale Dicke, die Anwesenheit inflammatorischer Zellen in Epidermis und Dermis, die mitotische Aktivität der Epidermis und führt zu einer Reduktion der Expression proinflammatorischer Zytokine im Wundmodell der Ratte.