gms | German Medical Science

128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Das Rapunzel-Syndrom: Ein typischer Fallbericht eines 15-jährigen Mädchens

Meeting Abstract

Search Medline for

  • Siad Odeh - Helios Klinikum Wuppertal, Zentrum für Chirurgie - Klinik für Viszeralchirurgie, Wuppertal
  • Hubert Zirngibl - Helios Klinikum Wuppertal, Zentrum für Chirurgie - Klinik für Viszeralchirurgie, Wuppertal

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch489

DOI: 10.3205/11dgch489, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch4895

Published: May 20, 2011

© 2011 Odeh et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Einleitung: Das Rapunzel-Syndrom ist eine seltene Manifestationsform eines Trichobezoars, bei dem sich das Bezoar vom Magen ausgehend zopfartig weit in den Dünndarm oder sogar darüber hinaus ausdehnt. Ein Bezoar ist ein Konglomerat aus verschluckten unverdaulichen Materialien. Bei Kindern liegen meist verschluckte Haare (Trichobezoar) zugrunde. Das Syndorm findet sich vor allem bei jungen Mädchen. Typischerweise verursacht es Übelkeit und Erbrechen, es kann aber auch lange symptomlos bleiben und zu einem großen abdominellen Tumor akkumulieren, der zu Obstruktion oder Perforation führen kann. Oft gehen Gewichtsverlust und Alopezie einher. Weltweit sind weniger als 40 Fälle eines Trichobezoars mit Rapunzel-Syndrom beschrieben.

Wir berichten über die operative Entfernung eines Trichobezoars mittels Gastrotomie bei einer 15-jährigen Patientin mit einer typischen Anamnese mit Gewichtsverlust und ausgeprägter Alopezie.

Die operative Entfernung ist die Therapie der Wahl, da bei Diagnosestellung meist eine endoskopische Bergung aufgrund der Ausdehnung nicht mehr möglich ist. Neben der operativen Therapie ist die intensive psychiatrische Mitbehandlung von größter Wichtigkeit.