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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Der spontane Hämopneumothorax: Klinik und Therapie eines lebensbedrohenden Notfalls

Meeting Abstract

  • Stephan Sklenar - Vivantes Klinikum Neukölln, Klinik für Thoraxchirurgie, Berlin
  • Alexander Macke - Vivantes Klinikum Neukölln, Klinik für Thoraxchirurgie, Berlin
  • Rene Morgen - Vivantes Klinikum Neukölln, Klinik für Thoraxchirurgie, Berlin
  • Juliane Straßburg - Vivantes Klinikum Neukölln, Klinik für Thoraxchirurgie, Berlin
  • Arpad Pereszlenyi - Vivantes Klinikum Neukölln, Klinik für Thoraxchirurgie, Berlin
  • Stephan Eggeling - Vivantes Klinikum Neukölln, Klinik für Thoraxchirurgie, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch221

DOI: 10.3205/11dgch221, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch2211

Published: May 20, 2011

© 2011 Sklenar et al.
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Einleitung: Der spontane Hämopneumothorax ist eine seltene Erkrankung des meist jungen Erwachsenen und eine potentiell lebensbedrohliche Verlaufsform des Spontanpneumothorax. Hierbei ist eine schnelle Diagnostik und Therapieeinleitung entscheidend für die Prognose des Patienten.

Material und Methoden: Diese retrospektive Analyse untersucht unser Patientenkollektiv von 2008-2009 sowie die hierzu publizierte Literatur und gibt anhand eines exemplarischen Falles einen Überblick über Befunde, Management und Verlauf des spontanen Hämopneumothorax.

Ergebnisse: In dem untersuchten Zeitraum behandelten wir 204 Patienten mit einem Pneumothorax, von denen 3 einen spontanen Hämopneumothorax entwickelten. Das Zeitintervall von der ärztlichen Erstvorstellung bis zur OP betrug im Mittel 8 Stunden. In allen Fällen erfolgte eine videothorakoskopische Versorgung. Hierbei zeigte sich jeweils eine Blutung aus einem abgerissenen Adhäsionsstrang als Blutungsursache, die mittels Diathermie gestillt werden konnte. Gleichzeitig erfolgten zur Rezidivprophylaxe des Pneumothorax eine Lungenspitzenresektion sowie eine parietale Pleurektomie der oberen Thoraxapertur. Aufgrund des Blutverlustes wurden zwischen 0 und 4 Erythrozytenkonzentrate transfundiert. Alle Patienten hatten einen komplikationslosen postoperativen Verlauf. Ein Pneumothoraxrezidiv trat nicht auf.

Schlussfolgerung: Bei Verdacht auf einen spontanen Hämopneumothorax sollte möglichst rasch die Vorstellung in einem thoraxchirurgischen Zentrum erfolgen, da die rechtzeitige Operation ein sicheres therapeutisches Verfahren ist und die Patienten hiernach einen exzellenten Langzeitverlauf haben.