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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Winkelstabile Platte versus Verriegelungsnagelostensynthese der distalen Radiusfraktur

Meeting Abstract

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  • Wilhelm Friedl - Klinikum Aschaffenburg, Orthopädie, Unfallchirurgie und Handchirurgie, Aschaffenburg

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch188

DOI: 10.3205/11dgch188, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch1880

Published: May 20, 2011

© 2011 Friedl.
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Einleitung: Die winkelstabile Plattenostensynthese, auch multidirektional hat sich heute als Therapieverfahren der Wahl etabliert. Durch den Micronail und TargonDR wurde auch die intraossäre Stabilisierung propagiert. Da beide Verfahren aufwendige Präparationen des Implantatlagers erfordern haben wir einen Radius XS Nagel (3,5 und 4,5 mm Dicke) mit Winkelstabiler Verriegelung parallel zu der Gelenkfläche ((3mal) und 2 bis 3 mal proximaler Verriegelung entwickelt.

Material und Methoden: Je 8 Sowbone radii wurden nach A3 osteotomie mit einer monodirektionalen Radiusplatte respective einem 6 loch XS Nagel versorgt. 1000 Lastwechsel von 20 zu 200N wurden appliziert. Die gesamt und plastische Verformung wurden mit einer hydraulischen Testmaschine bestimmt. Dazu wurde eine nichtlineare FE Analyse mit dem MSC Patran/Marc software system durchgeführt. Die ersten 100 Patienten die mit dem XSR Nagel versorgt wurden werden in einer Phase I Studie analysiert.

Ergebnisse: Beide Verfahren zeigten eine gute Stabilität. Die Deformation in der Radius XS Gruppe war jedoch 20% geringer. Die Ergebnisse der FEM Berechnung waren weitgehend entsprechend mit einer 20% geringeren Deformation für die XS Radiusversorgung. Auch die Deformationsamplitude war mit 0,31 zu 0,42 mm für die XS Nagel Gruppe geringer. Die Unterschiede sind jedoch nicht signifikant.

Bei der klinisceh Studie mit dem anatomisch angepasten XS Radiusnagel zeigte sich als entscheidender Faktor die kurz über der Knochenoberfläche abzutrennende Gewindedrähte um eine WT Reizung zu verhindern. Sagitale Sprengungen des Gelenkblocks sind eine Kontraindikation. DEr Nagel sollte mit seinem Ende in der gegnüberliegende metaphysären Kortikalis liegen.

Schlussfolgerung: Beide Verfahren weisen eine gute Stabilität bei der Versorgung distaler Radiusfrakturen auf. Der Radius XS Nagel weist neben der geringeren Deformation den Vorteil der intraossären Implantatlage und spannungsfreie Einbringung über einen vom Proc.styloideus radii eingebrachten temporären Fixtionsdraht (offene Exposition wegen N.rad.sup.) nach Überbohrung mit einem Lochbohrer gleichen Durchmessers auf. Dies erleichtert die Versorgung erheblich und verhindert das Auftreten zusätzlicher Frakturen.