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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Lebensqualität und funktionelle Ergebnisse der transanalen submukösen Injektionstherapie mit Hyaluronsäure bei Stuhlinkontinenz

Meeting Abstract

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  • Oliver Schwandner - Caritas-Krankenhaus St. Josef, Klinik für Chirurgie, Regensburg

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch028

DOI: 10.3205/11dgch028, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch0289

Published: May 20, 2011

© 2011 Schwandner.
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Einleitung: Es war Ziel dieser Studie, Lebensqualität, funktionelle Ergebnisse und Stellenwert der submukösen Therapie mit Hyaluronsäure (“bulking agents”) bei Stuhlinkontinenz zu evaluieren.

Material und Methoden: Alle konsekutive Patienten, die sich einer Injektionstherapie unterzogen, wurden prospektiv evaluiert. Einschlußkriterium war die passive Stuhlinkontinenz infolge einer Dysfunktion des internen analen Sphinkters nach erfolgloser konservativer Therapie. Die Injektionen erfolgten standardisiert (4x1 ml dextranomer hyaluronic acid) submukös 5mm proximal der L. dentata. Primäre Endpunkte waren die Symptomverbesserung hinsichtlich Stuhlinkontinenz und Lebensqualität anhand validierter Scores (Wexner-Inkontinenz-Score, FIQoL, EQ-5D-VAS). Der mittlere Follow-up betrug 24 (12-36) Monate.

Ergebnisse: Zwischen Juli 2007 und Mai 2009 wurden 21 Patienten (17 Frauen) mit einer transanalen Hyaluronsäure-Injektion behandelt. Es traten weder Komplikationen noch adverse events auf. 12 bzw. 24 Monate postoperativ zeigte sich eine signifikante Symptomverbesserung hinsichtlich der Lebensqualität bei 55,6%, wobei sich der Wexner-Inkontinenz-Score nicht signifikant veränderte (16.8 vs. 10.3, p>0.05), aber signifikante Verbesserungen beim FIQoL-und EQ-5D-VAS-Score (>50%) dokumentiert wurden (p<0.05). Bei 5 Patientinnen ohne Symptomverbesserung (25%) erfolgte eine sakrale Neurostimulation.

Schlussfolgerung: Diese Resultate zeigen, dass die transanale Hyluronsäure-Injektion bei der Hälfte der Patienten mit passiver Stuhlinkontinenz einen langfristigen Erfolg hinsichtlich der Lebensqualität ohne Morbidität hervorrufen kann. Sie ist somit als „bridging“ zur sakralen Neurostimulation geeignet und bereichert das Armamentarium in der Stufentherapie der Stuhlinkontinenz.