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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Gefäß- und Allgemeinchirurgische Komplikationen des i.v. Drogenabusus systematisch dargestellt anhand eines Patientenkollektivs von 152 Patienen der Universitätsklinik Leipzig aus den Jahren 2004–2006

Meeting Abstract

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  • Holger Hans Staab - Universitätsklinik Leipzig, Allgemein-, Tansplantations-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, Leipzig, Deutschland
  • Silvio Rohm - Universitätsklinik Leipzig, Allgemein-, Tansplantations-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, Leipzig, Deutschland
  • Olaf Richter - Universitätsklinik Leipzig, Allgemein-, Tansplantations-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, Leipzig, Deutschland
  • Sven Jonas - Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Leipzig, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch735

DOI: 10.3205/10dgch735, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch7355

Published: May 17, 2010

© 2010 Staab et al.
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Einleitung: Der intravenöse Drogenabusus ist ein komplexes soziales und medizinisches Problem. Anhand eines Patientenkollektivs soll die Häufigkeit und Art der allgemeinchirurgischen Komplikationen und im speziellen die gefässchirurgischen Komplikationen dargestellt werden.

Material und Methoden: Im Zeitraum von 2004–2006 wurden 152 Patienten mit i.v. Drogenabusus assoziierten Erkrankungen stationär aufgenommen.

Ergebnisse: Aus dem Gesamtkollektiv mussten n=83 Patienten- operativ versorgt werden. Die verbliebenen n=70 Patienten konnten konservativ stationär behandelt werden. Als Hauptkomplikationen lassen sich aus unserem Patientengut perivasale Abszesse mit n=65 nachweisen. Infizierte arterielle Punktionsaneurysmen mussten n=7 operativ therapiert werden. Diese wurden operativ in n=6 Fällen mit autologer Venenpatchplastik unter Nutzung der verschlossenen V. saphena magna und n=1 durch arterielle Patchplastik mittels desobliterierter A. femoralis superficialis versorgt. Arterielle Infektarrosionsblutungen traten n=2 auf. Distale Ischämien aufgrund von intraarteriellen Fehlinjektionen von Flunitrazepam wurden bei n=8 Patienten interventionell therapiert. Anhand von 2 Kasuistiken soll die komplexe Therapie von komplizierten septischen Arrosionsblutungen und deren gefässchirurgische Rekonstruktion sowie das interdisziplinäre Management der akzindentiellen intraateriellen Injektion von Flunitrazepam dargestellt werden.

Schlussfolgerung: Wir verzeichneten von 2004 bis 2006 jährlich eine nahezu konstante Anzahl von betroffenen Patienten. Hier ist jedoch eine geringgradige Zunahme der Schwere und Komplexizität der Ereignisse zu konstatieren. Bei der Mehrzahl der chirurgischen Interventionen handelt es sich um einfache Abszesspaltungen, doch auch diese können durch Arrosionsblutungen vornehmlich aus den Leistengefässen sehr aufwendig zu versorgen sein. Das Management der Komplikationen erfordert eine gezielte und schnelle interdisziplinäre Therapie.