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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Composite Tissue Allotransplantation in Europa – Wie ist der aktuelle Stand?

Meeting Abstract

  • Max V. Meyer-Marcotty - Medizinische Hochschule Hannover, Plastische-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Hannover, Deutschland
  • Karsten Knobloch - Medizinische Hochschule Hannover, Plastische-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Hannover, Deutschland
  • Max Härle - Orthopädische Klinik Markgroeningen, Plastische und Handchirurgie, Markgroeningen, Deutschland
  • Hans-Oliver Rennekampff - Medizinische Hochschule Hannover, Plastische-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Hannover, Deutschland
  • P.M. Vogt - Medizinische Hochschule Hannover, Plastische-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Hannover, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch709

DOI: 10.3205/10dgch709, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch7092

Published: May 17, 2010

© 2010 Meyer-Marcotty et al.
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Einleitung: Die Composite Tissue Allotransplantation ist eine wichtige innovative Technik in der Plastischen Chirurgie und Transplantationsmedizin. Wir möchten den aktuellen Stand der CTA-Tx in Europa darstellen.

Material und Methoden: Wir haben 6 Zentren in Europa mit einem speziell angefertigten standardisierten Fragebogen angeschrieben. Anhand von 14 Fragen wurde die Struktur der Zentren abgefragt und diese dann vergleichend gegenübergestellt.

Ergebnisse: Seit 1998 wird die CTA-Tx an diesen Zentren durchgeführt mit Erfahrungen von bis zu 10 Operationen pro Zentrum. In den französischen Zentren gibt es eine staatliche Förderung zuzüglich der Krankenversicherung, wohingegen in Deutschland allein die Krankenversicherung für diese Therapie aufkommt. Die Kosten lagen bei 50.000.–150.000.- € pro Fall. Bis zu 20 Berufsgruppen sind an den Zentren für CTA-Tx involviert.

Schlussfolgerung: Vor dem Hintergrund eines immensen logistischen und infrastrukturellen Aufwands und den noch offenen ethischen, medizinischen und operations-technischen Fragen und den viel versprechenden Ergebnissen der Allotransplantationen sind wir der Überzeugung das nach sorgfältiger Patienten- und Spenderauswahl diese innovative Therapiemöglichkeit von schwerst entstellten Menschen in der Hand von erfahrenen Mikrochirurgen eine Bereicherung des Therapiespektrums darstellt. Die Fragen der Finanzierung solcher Behandlungen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Akquise von geeigneten Spendern müssen geklärt werden, um diese Therapiemöglichkeiten weiterhin anbieten zu können.