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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Quantitative Perfusionsanalyse mittels Kontrastverstärktem Ultraschall zur Differenzierung von inflammatorischen Pseudotumoren und Duktalen Pankreaskarzinomen

Meeting Abstract

  • Stephan Kersting - Universitätsklinikum Dresden, Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Dresden, Deutschland
  • Robert Grützmann - Universitätsklinikum Dresden, Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Dresden, Deutschland
  • Hans-Detlev Saeger - Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden, Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Dresden, Deutschland
  • Alfred Bunk - Universitätsklinikum Dresden, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch656

DOI: 10.3205/10dgch656, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch6560

Published: May 17, 2010

© 2010 Kersting et al.
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Text

Einleitung: Die präoperative Differentialdiagnose von duktalen Pankreaskarzinomen (PDAC) und fokalen Pseudotumoren bei chronischer Pankreatitis (CP) gestaltet sich oftmals schwierig.

Diese Studie sollte evaluieren, ob feine Unterschiede in der Vaskularisation dieser Raumforderungen mittels software-gestützter Quantifizierung des An- und Abflutverhaltens von Ultraschallkontrastmitteln zur Differentialdiagnose dargestellt werden können.

Material und Methoden: Hierzu wurden 60 Patienten, bei denen die Differenzierung zwischen einem inflammatorischen Pseudotumor bei chronischer Pankreatitis und einem Pankreaskarzinom in der präoperativen Bildgebung nicht eindeutig möglich war, mittels kontrastverstärktem Ultraschall mit Sonovue untersucht. Zeit-Intensitätskurven wurden für jeweils eine Region-of-Interest in der fraglichen Läsion und im umgebenden Pankreasgewebe mittels der Softwareoption Axius ACQ des Siemens Sonoline Elegra ermittelt. Die Maximale Intensitätszunahme, die Ankunftzeit, die Zeit bis zur Maximalen Intensität und die Fläche unter der Kurve wurden zur Charakterisierung des Kurvenverlaufs errechnet. Absolutwerte und die Differenzen zwischen der Läsion und dem Normalgewebe wurden statistisch ausgewertet.

Ergebnisse: Histologisch ergaben sich 45 duktale Pankreaskarzinome und 15 inflammatorische Pseudotumoren bei CP.

Die Maximalintensität und die Fläche unter der Kurve unterschieden sich bei PDACs und Pseudotumoren nicht, waren jedoch deutlich erniedrigt gegenüber normalem Pankreasgewebe. Hingegen zeigte sich eine signifikante Verlängerung der Zeit-abhängigen Parameter bei den PDACs gegenüber den Pseudotumoren bei CP.

(Abbildung 1 [Abb. 1])

Schlussfolgerung: PDACs und Pseudotumoren bei CP zeigen auf kapillärer Ebene unterschiedliche Perfusionsmuster, die durch kleinen Gasbläschen der Ultraschalkontrastmittel visualisiert werden können. Hierbei erweitert die sensitivere softwaregestützte quantitative Analyse den visuellen Eindruck durch objektive Kriterien und kann damit zur Differentialdiagnose beitragen.