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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Präoperative portalvenöse Embolisation mittels Amplatzer Okklusor vor Trisektorektomie: Retrospektive Evaluation von 15 Patienten und aktueller Stand der Literatur

Meeting Abstract

  • Robert Kleinert - Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, Köln, Deutschland
  • Roger Wahba - Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, Köln, Deutschland
  • Klaus Prenzel - Universität zu Köln, Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, Köln, Deutschland
  • Martin Libicher - Uniklinik Köln, Klinik für Radiologie, Köln, Deutschland
  • Arnulf H. Hölscher - Universitätsklinikum Köln, Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, Köln, Deutschland
  • Dirk. L. Stippel - Universität zu Köln, Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, Köln, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch647

DOI: 10.3205/10dgch647, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch6471

Published: May 17, 2010

© 2010 Kleinert et al.
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Einleitung: Ausgedehnte Leberresektionen haben aufgrund des niedrigen funktionellen Restlebervolumens (FRLV) eine erhöhte perioperative Morbidität und Mortalität. Die präoperative portalvenöse Embolisation (PVE) des rechten Leberlappens induziert eine reaktive Hypertrophie des linken Leberlappens und erhöht folglich das FRLV. Durch das selektive Einbringen eines Schirmchens in das rechte Lebergefäßsystem (Amplatzer Okklusor) (AO) wird eine hoch selektive Embolisation erreicht.

Ziel: Evaluation der Ergebnisse von Patienten nach präoperativer PVE mittels AO und nachfolgender Trisektorektomie und Vergleich mit der aktuellen Literatur.

Material und Methoden: Über einen Zeitraum von 2 Jahren erhielten 15 Patienten mit Lebermalignomen der Leber zunächst präoperativ eine PVE mittels AO und 6 Wochen postinterventionell eine Computertomographie vor geplanter Trisektorektomie.

Ergebnisse: Indikationen für die Intervention waren: Kolorektale Lebermetastasen (n=9), Klatskin Tumore (n=4) und HCC (n=2). Die PVE zeigte keine Komplikationen, die Interventionen oder Bluttransfusionen notwendig machten. In allen Patienten konnte 4 bis 6 Wochen nach Intervention eine signifikante Hypertrophie des linken Leberlappens quantifiziert werden, zwei Patienten zeigten jedoch neu aufgetretene Lebermetastasen in der linken Leber. Konsekutiv wurde bei den restlichen 13 Patienten eine Trisektorektomie rechts durchgeführt. Die Morbidität lag bei 30% (4 Patienten), die Operationsmortalität (bis 60 Tage) lag bei 0%. 2 Patienten verstarben aufgrund eines Rezidives der Grunderkrankung (12 bzw. 15 Monate nach Resektion).

Schlussfolgerung: Die retrospektive Evaluation unserer Daten unterstützt den Konsensus der aktuellen Studien zu diesem Thema: Bei der einem zu erwartenden niedrigen postoperativen FRLV ist die präoperative PVE vor Trisektorektomie das Verfahren der Wahl. Der Einsatz des Amplatzer Okklusors kann dabei die Patientensicherheit zusätzlich erhöhen.