gms | German Medical Science

127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Lokalanästhesie und COX-2-Inhibition bei Schilddrüsenresektion – eine prospektiv, doppelblind randomisierte, placebokontrollierte, monozentrische Studie

Meeting Abstract

  • Stefan Schopf - Krankenhaus Agatharied, Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie, Hausham, Deutschland
  • M. von Ahnen - Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Krankenhaus Agatharied, Lehrkrankenhaus der LMU München, Deutschland
  • T. von Ahnen - Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Krankenhaus Agatharied, Lehrkrankenhaus der LMU München, Deutschland
  • H. M. Schardey - Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Krankenhaus Agatharied, Lehrkrankenhaus der LMU München, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch619

DOI: 10.3205/10dgch619, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch6193

Published: May 17, 2010

© 2010 Schopf et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Einleitung: Ziel der nachfolgenden Untersuchung ist es, zu klären, ob eine schon präoperativ begonnene COX-2-Inhibition in Kombination mit perioperativer Lokalanästhesie Auswirkung auf den Patientenkomfort und den Schmerz des Patienten nach Schilddrüsenresektion hat.

Material und Methoden: Ein Kollektiv von 40 Patienten wird prospektiv randomisiert in vier gleich große Gruppen aufgeteilt. In der Gruppe 1 erhalten die Pateinten 120 mg Etoricoxib präoperativ (1h) und 10 ml Ropivacain (10mg/ml) in den Wundrand am Ende der Operation. In der Gruppe 2 wird Ropivacain durch 10 ml Kochsalzlösung ersetzt. In der Gruppe 3 wird Ropivacain (s.o) gespritzt, jedoch die präoperative Etoricoxibgabe durch ein blaues Placebo ersetzt. In der Gruppe 4 erhalten die Patienten sowohl das Placebo statt Etoricoxib, als auch Kochsalzlösung statt Ropivacain. Die Schmerzintensität wird mittels visueller Analogskala (VAS) 1h, 2h und 6h nach der Operation und jeden morgen vor der Medikamentengabe erfasst.

Ergebnisse: Der Median der VAS liegt in der Gruppe 1 an allen Beobachtungszeitpunkten bei 0. In den drei anderen Kollektiven ist dieser mindestens 1. Bei einem Signifikanzniveau von 0,05 ergibt sich somit stets ein p-Wert <0,035 für alle untersuchten Gruppen. Die Power beträgt 0,985.

Schlussfolgerung: Die präoperative Gabe von Etoricoxib in Kombination mit der intraoperativen Injektion von Ropivacain führt über die Wirkzeit der perioperativen Medikation hinaus zu einer signifikanten Reduktion der postoperativen Schmerzen.