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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Kontroversen in der Behandlung des Bauchaortenaneurysmas: Wann und wie behandeln? Welche Strategie ist optimal?

Meeting Abstract

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  • Ralph Ingo Rückert - Franziskus-Krankenhaus Berlin, Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Chirurgische Klinik, Berlin, Deutschland
  • Nikolaos Tsilimparis - Universitätsmedizin Berlin, Campus Mitte, Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, Berlin, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch560

DOI: 10.3205/10dgch560, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch5609

Published: May 17, 2010

© 2010 Rückert et al.
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Einleitung: Die endovaskuläre Therapie (EVAR) ist neben dem konventionellen Aortenersatz zur Ausschaltung von Bauchaortenaneurysmata (AAA) etabliert, hat aber bis dato definierte Grenzen. Neue Technologien könnten jedoch diese Grenzen erweitern. Sollten sogenannte „small aneurysms“ durch EVAR behandelt werden? Mit wachsender Erkenntnis über die Pathogenese sind zusätzlich Möglichkeiten der nichtoperativen Behandlung des AAA vorstellbar.

Material und Methoden: Basierend auf der eigenen Erfahrung wurde eine Analyse der vorliegenden Daten zur Behandlung des AAA nach den Kriterien von „evidence based medicine“ vorgenommen. Wesentlicher Bestandteil war eine systematische Literaturanalyse anhand der keywords „abdominal aortic aneurysm“, „EVAR“, „fenestrated“ und „branched“, sowie „small abdominal aortic aneurysm“, „non-operative therapy“ und „pharmacological therapy“ in den Systemen PubMed und Medline.

Ergebnisse: Ein Screening ist kosteneffektiv und reduziert die Letalität wegen AAA. Die Morphologie des AAA bleibt entscheidend für die Indikation zur EVAR. Dennoch ist eine Erweiterung der Indikation zur EVAR unter anderem durch verbesserte, aber auch neu entwickelte Stentprothesensysteme möglich. Bis dato kann für „small aneurysms“ noch kein Vorteil für die EVAR vs. konservative Therapie bewiesen werden. Sowohl im perioperativen Management als auch zur Therapie des „small aneurysm“ existieren medikamentöse Alternativen im Sinne der (neo)adjuvanten Therapie.

Schlussfolgerung: Auf Evidenzniveau level 1–2 wird eine derzeit optimale Strategie für das Management des AAA abgeleitet und dargestellt. Zukünftige Möglichkeiten werden diskutiert.