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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Arteriosklerotische Plaques der A. carotis: Ist das C-Typ Natriuretische Peptid ein neuer Instabilitätsmarker?

Meeting Abstract

  • Andreas Kühnl - Klinikum rechts der Isar, Klinik für Gefäßchirurgie, München, Deutschland
  • Jaroslav Pelisek - Klinikum rechts der Isar, Klinik für Gefäßchirurgie, München, Deutschland
  • Andrea Maria Dirrigl - Klinikum rechts der Isar, Klinik für Gefäßchirurgie, München, Deutschland
  • Alexander Zimmermann - Klinikum rechts der Isar, Klinik für Gefäßchirurgie, München, Deutschland
  • Stefan Ockert - Klinikum Rechts der Isar, TUM, Klinik für Gefäßchirurgie, München, Deutschland
  • Hans-Henning Eckstein - Klinikum rechts der Isar der TU München, Klinik für Gefäßchirurgie, München, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch386

DOI: 10.3205/10dgch386, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch3861

Published: May 17, 2010

© 2010 Kühnl et al.
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Einleitung: Für das C-Typ natriuretische Peptid (CNP) und seine Rezeptoren ist ein relevanter Einfluss auf die Dynamik koronarer, arteriosklerotischer Läsionen beschrieben. Die Korrelation zwischen der histologisch klassifizierbaren Stabilität arteriosklerotischer Karotisplaques sowie der Verteilungsmuster und Expressionsstärke von CNP und seinen Rezeptoren ist als Marker für die Plaquestabilität noch nicht untersucht worden.

Material und Methoden: In einer eigenen prospektiven Serie wurde die CNP-Konzentration im Blutplasma von zu operierenden Patienten mit Karotisstenose untersucht. Die intraoperativ gewonnenen Plaques (n=40, 11 Frauen, 29 Männer, 40% symptomatisch, medianes Alter 70 Jahre) wurden histologisch nach Virmani in stabile und instabile Läsionen klassifiziert. CNP und seine Rezeptoren NPR-B und C wurden immunhistochemisch lokalisiert und mittels real-time PCR quantifiziert. Anschließend erfolgte die Korrelation zwischen der etablierten histologischen Plaqueklassifikation und der Verteilungsmuster, Expressionsstärke sowie der Blutplasmaspiegelkonzentration des CNP.

Ergebnisse: Die Immunhistochemie zeigte eine starke Expression des CNP sowie seiner Rezeptoren in der Intima, der Media, den Makrophagen und den Neogefäßen von fortgeschrittenen Carotisplaques. Dagegen zeigten in frühen Läsionen lediglich die glatten Muskelzellen der Media und die wenigen anwesenden Makrophagen eine schwache Expression für CNP und NPR-B/C.

Schlussfolgerung: Erste Daten dieser Studie zeigen, daß CNP und seine Rezeptoren in frühen Carotisplaques kaum, in fortgeschrittenen Läsionen massiv exprimiert werden. Die Quantifizierung dieser Unterschiede ist Gegenstand der derzeitigen Untersuchungen. Die aktuellen Daten zum Unterschied der Expressionstärken in stabilen und instabilen Plaques werden ebenfalls vorgestellt.