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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Protektive Ventilation durch frühzeitige Tracheostomie Schwerbrandverletzter

Meeting Abstract

  • Thomas Namdar - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Plastische Chirurgie, Handchirurgie, Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte, Lübeck, Deutschland
  • Peter Stollwerck - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Plastische Chirurgie, Handchirurgie, Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte, Lübeck, Deutschland
  • Felix Hagen Stang - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Plastische Chirurgie, Handchirurgie, Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte, Lübeck, Deutschland
  • Karl-Friedrich Klotz - UKSH Campus Lübeck, Klinik für Anästhesiologie, Lübeck, Deutschland
  • Thomas Lange - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Plastische Chirurgie, Handchirurgie, Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte, Lübeck, Deutschland
  • Peter Mailänder - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Plastische Chirurgie, Handchirurgie, Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte, Lübeck, Deutschland
  • Frank Siemers - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Plastische Chirurgie, Handchirurgie, Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte, Lübeck, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch377

DOI: 10.3205/10dgch377, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch3772

Published: May 17, 2010

© 2010 Namdar et al.
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Text

Einleitung: Ausgedehnte Verbrennungsverletzungen erfordern häufig lange Phasen der mechanischen Ventilation. Der Tracheostomie (TS) wird in der maschinellen Beatmung Schwerbrandverletzter eine integrale Rolle zuteil. Wir untersuchten den frühen postoperativ-protektiven Effekt auf die Invasivität der Ventilation.

Material und Methoden: Es wurden retrospektiv die Beatmungsparameter von Schhwerbrandverletzten ausgewertet. Die Intervalle 8 Stunden vor und 8 Stunden nach Tracheostomie wurden miteinander verglichen.

Ergebnisse: 20 Patienten wurden in die Studie eingeschlossen. Das durchschnittliche Alter betrug 52±19 Jahre. Der durchschnittliche abbreviated burned severity index (ABSI) betrug 8,3±2,2. Eine mechanische Ventilation war durchschnittlich für eine Dauer von 14,3±4,8 Tagen erforderlich. Die Tracheostomie (TS) erfolgte im Mittel am Tag 7±4. Die inspiratorische Sauerstoffkonzentration (FiO2) (p<0,001), der maximale Inspirationsdruck(p<0,001), der positive end-exspiratorische Druck (p=0,003) und der pulmonale Wiederstand (p<0,001) zeigten sich nach TS signifikant reduziert. Das Verhältnis aus arteriellem Sauerstoffpartialdruck und FiO2 (PFR) konnte signifikant erhöht werden (p<0,001).

Schlussfolgerung: Durch die nach einer Tacheostomie reduzierten Druckverhältnisse der maschinellen Beatmung können Lungen-protektive Beatmungsstrategien optimiert werden.