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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Organisationsstruktur eines Zentrums für klinische Studien an einem Klinikum der Schwerpunktversorgung

Meeting Abstract

  • Helmut Witzigmann - Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Städtisches Klinikum Universität Dresden, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Dresden, Deutschland
  • Andre Klopsch - GWT-TUD GmbH, Forschung & Innovation, Dresden, Deutschland
  • Grit Faulmann - Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Medizinische Klinik II, Dresden, Deutschland
  • Roswitha Frommhold - Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Medizinische Klinik II, Dresden, Deutschland
  • Kerstin Spranger - GWT-TUD GmbH, Studienambulanz am Krankenhaus Dresden Friedrichstadt, Dresden, Deutschland
  • Stefan Kißenkötter - Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Dresden, Deutschland
  • Sebastian Schellong - Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Medizinische Klinik II, Dresden, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch371

DOI: 10.3205/10dgch371, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch3716

Published: May 17, 2010

© 2010 Witzigmann et al.
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Einleitung: Die Durchführung klinischer Studien an einem kommunalen Krankenhaus stellt von der Vertragsgestaltung wie von der Ablauforganisation Anforderungen, die mit den Kernressourcen des Krankenhauses nicht unmittelbar zu erfüllen sind.

Material und Methoden: Die Gesellschaft für Wissens- und Technologietransfer der Technischen Universität Dresden (GWT-TUD) ist eine GmbH mit mittelbarer Anbindung an Universitätsstrukturen, ist aber auch unabhängig von der Universität tätig. Die GWT-TUD dient als wirtschaftlich eigenständiger Projektträger für klinische Studien, indem sie als Vertragspartner der Sponsoren auftritt und die Prüfärzte auf der Basis von Honorarverträgen bindet. Die Studienhonorare dienen zur Schaffung einer finanziellen Ressource, aus der Studienpersonal und studienbezogene Sachinvestitionen bestritten werden können.

Ergebnisse: In den vergangenen 18 Monaten konnte in Zusammenarbeit der GWT-TUD mit dem Städtischen Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt eine Studienambulanz aufgebaut werden. Zehn hauptamtliche Mitarbeiter arbeiten in eigens von der GWT angemieteten Räumen des Krankenhauses. Bei den Mitarbeitern handelt es sich um Studienschwestern, Dokumentationsassistenten, einen Studienarzt und eine Projektmanagerin. Das Studienportfolio umfasst derzeit 10 Studien mit Finanzierung durch einen Sponsor. Überschüsse aus Auftragsstudien werden dazu genutzt, nicht-gesponserte Studien ins Programm zu nehmen. Aktuell handelt es sich um zwei investigator initiated trials unter Leitung der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Schlussfolgerung: Die Zusammenarbeit eines kommunalen Krankenhauses mit einem wirtschaftlich unabhängigen Projektträger erlaubt den Aufbau leistungsfähiger Strukturen zur Durchführung klinischer Studien, die für Sponsoren wie für die Investigator gleichermaßen interessant sind.