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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Morbidität und Letalität nach operativer Versorgung von trochantären Frakturen – Spielt die operative Revision eine Rolle?

Meeting Abstract

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  • Michael Klein - Medizinische Hochschule Hannover, Unfallchirurgische Klinik, Hannover, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch325

DOI: 10.3205/10dgch325, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch3252

Published: May 17, 2010

© 2010 Klein.
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Einleitung: Lag die Prävalenz der proximalen Femurfrakturen in Deutschland 1994 noch bei 102.585, stieg diese im Jahre 2000 schon auf 118.964. Es werden Mortalitätsraten im 30-Monats Follow-up von 13% und im 1-Jahres Follow-up von 22% berichtet.

Material und Methoden: Retrospektiv wurden Patienten evaluiert, die zwischen 12/1992 und 01/2008 wegen einer trochantären Femurfraktur an der Unfallchirurgischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover stationär behandelt wurden. Erfasst wurden neben allgemeinen Daten der OP-Zeitpunkt, sowie die Mortalität. Es wurden Gruppen gebildet: Gesamtgruppe, Patienten ohne operative Revision, Patienten mit operativer Revision. Letztere wurde noch einmal unterteilt in Frührevision (Erstrevision <21 Tage nach Erst-OP) und Spätrevision (Erstrevision >21 Tage nach Erst-OP). Die Überlebensdaten wurden beim Einwohnermeldeamt der Stadt Hannover erfragt.

Ergebnisse: Zwischen 01/2000 und 09/2008 wurden 911 Patienten aufgrund einer trochantären Femurfraktur stationär behandelt. Eingeschlossen in die Studie wurden 528 Patienten (58%) mit AO-Typ A1-A3 Frakturen, bekanntem Sterbedatum und Monoverletzung. Ausgeschlossen wurden 383 Patienten (42%). Das Durchschnittsalter der Studiengruppe betrug 81±12 Jahre, hiervon waren 75% weiblich. 453/528 Patienten (85,8%) benötigten keinen weiteren operativen Eingriff. Bei 75/528 Patienten (14,2%) wurde eine operative Revision notwendig, wobei dieses in 45/79 Fällen (57%) innerhalb von 21 Tagen geschah. Sowohl bei der 30-Tages-Mortalität, als auch bei der 1-Jahres-Mortalität konnte kein signifikanter Zusammenhang zum OP-Zeitpunkt gefunden werden.

Schlussfolgerung: In den Revisionsgruppen hatte der Operationszeitpunkt auf die 30-Tages- und 1-Jahres-Letalität keinen signifikanten Einfluss. Auch konnte kein signifikant negativer Einfluss des Revisionszeitpunktes (früh vs. spät) auf die Mortalität festgestellt werden.