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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Operative und elektrophysiologische Techniken zur funktionserhaltenden Resektion benigner intraspinaler Pathologien

Meeting Abstract

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  • Jan Kaminsky - Universitätsklinik Freiburg, Allgemeine Neurochirurgie, Freiburg, Deutschland
  • Marianella Campos - Universitätsklinik Freiburg, Allgemeine Neurochirurgie, Freiburg, Deutschland
  • Ronen Sircar - Universitätsklinik Freiburg, Allgemeine Neurochirurgie, Freiburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch163

DOI: 10.3205/10dgch163, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch1634

Published: May 17, 2010

© 2010 Kaminsky et al.
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Einleitung: Patienten mit benignen spinalen Pathologien haben eine fast normale Lebenserwartung. Neurologische Beeinträchtigungen durch den Spontanverlauf der Erkrankung und operativ verursachte zusätzliche neurologische Defizite können für die Patienten jedoch zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität führen. Eine funktionserhaltende Therapie dieser Erkrankungen muss daher Ziel moderner Behandlungsstrategien sein.

Material und Methoden: Die Behandlungskonzepte für intramedulläre, intradurale und extradural intraspinale Pathologien werden dargestellt. Die präoperative Diagnostik, die angewendeten operativen Zugänge, die eingesetzten intraoperativen elektrophysiologischen Monitoring Techniken und ergänzende Nachversorgungsstrategien werden an Fallbeispielen demonstriert.

Ergebnisse: Die Ergebnisse von insgesamt 49 Fällen (23 Neurinome/Neurofibrome, 10 Ependymome, 9 Meningeome, 3 Kavernome, 3 spinale Fisteln und 1 zervikales Lipom) werden dargestellt. Bei den intramedullären Pathologien zeigten die Ependymom-Patienten das beste Outcome. Bei den Patienten mit spinalen Fisteln und Kavernomen hing das Outcome stark von der Lokalisation der Pathologie ab, am ungünstigsten waren die Ergebnisse für Pathologien in der Konusregion. Bei den extramedullären intraduralen Pathologien profitierten die Meningeompatienten am stärksten. Trotz weitgehender Resektion der dorsalen Nervenwurzeln bei der Behandlung von Neurinomen und Neurofibromen gaben diese Patienten meist nur geringe zusätzliche Sensibilitätsstörungen an, die motorischen Funktionen konnten mit den verwendeten Techniken bei diesen Patienten nahezu unbeeinträchtigt erhalten werden.

Schlussfolgerung: Die vorgestellten funktionserhaltenden Behandlungstechniken für benigne spinale Pathologien ermöglichen es sehr gute klinische Ergebnisse zu erzielen. Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist ein umfassendes Behandlungskonzept mit Ausschöpfung der modernen diagnostischen und intraoperativen Techniken. Dieses trägt erheblich zur Vermeidung operativ bedingter Defizite und damit zu einem gerade für diese Patienten wichtigen langfristigen Erhalt der Lebensqualität bei.