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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Kontinuierliches Neuromonitoring des N. laryngeus recurrens bei Rezidiv- und Tumoroperationen in der Schilddrüsenchirurgie

Meeting Abstract

  • Rick Schneider - Universitätsklinikum Leipzig, Department für Operative Medizin, Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Leipzig, Deutschland
  • Steffen Leinung - Park-Krankenhaus Leipzig, Klinik für Allgemeine Chirurgie und Viszeralchirurgie, Leipzig, Deutschland
  • Daniel Haberstroh - Dr. Langer Medical GmbH, Waldkirch, Deutschland
  • Lydia Hergett - Park-Krankenhaus Leipzig, Klinik für Allgemeine Chirurgie und Viszeralchirurgie, Leipzig, Deutschland
  • Michael Hermann - Kaiserin Elisabeth Spital, Department für Chirurgie, Wien, Österreich
  • Johann Hauss - Universitätsklinik Leipzig, Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Leipzig, Deutschland
  • Sven Jonas - Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Leipzig, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch114

DOI: 10.3205/10dgch114, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch1141

Published: May 17, 2010

© 2010 Schneider et al.
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Einleitung: Im Gegensatz zu der sehr geringen Anzahl an Stimmbandlähmungen infolge Schädigung des N. laryngeus recurrens (RLN) bei primären Schilddrüseneingriffen, kann die Paralyserate bei Sekundär- und Tumoroperationen in der Schilddrüsenchirurgie bis zu 20% betragen. Während das bisherige Neuromonitoring intermittierend arbeitet, ermöglicht unsere Ankerelektrode ein kontinuierliches Monitoring des RLN durch Stimulation der N. vagus, was für eine Verminderung der RLN-Schädigung von Bedeutung sein kann.

Material und Methoden: Die temporär implantierbare und atraumatische Ankerhybridelektrode wurde in 16 (29 Nerven) Patienten mit Rezidiv- oder Tumoreingriffen an der Schilddrüse eingesetzt. Die Signalanalyse erfolgte als optisches und akustisches Echtzeitsystem mittels spezieller Soft- und Hardware. Prä- und postoperativ erfolgte eine Laryngoskopie.

Ergebnisse: Mit der neuen Ankerelektrode traten intraoperativ keine Komplikationen auf. Es konnten homogene und reproduzierbare Potenziale abgeleitet werden. Die Applikationszeit der Elektrode lag unter einer Minute, die mittlere Stimulationszeit betrug 47min. Es traten keine permanenten Rekurrensparesen auf.

Schlussfolgerung: Die neue Ankerelektrode ist leicht und sicher zu handhaben. Insbesondere bei langstreckiger Darstellung des RLN bei Rezidiv- und Tumoreingriffen entfällt das häufige Wechseln der Instrumente zugunsten der Nervensonde und das wiederholte Aufsuchen des N. vagus zur Stimulation. Inwieweit die Softwareentwicklung in der Lage sein wird, als Frühwarnsystem drohende Störungen des Stimmbandnervens zu detektieren, bleibt abzuwarten.