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126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

28.04. - 01.05.2009, München

40 Jahre Neuromodulation in der Behandlung chronischer Schmerzen

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 28.04.-01.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgch10798

DOI: 10.3205/09dgch741, URN: urn:nbn:de:0183-09dgch7410

Published: April 23, 2009

© 2009 Koulousakis.
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Einleitung: Seit 120 Jahren werden Neurochirurgische Eingriffe zur Behandlung von chronischen Schmerzen durchgeführt. Seit 40 Jahren haben Neuromodulationsverfahren, ohne Destruktion von Nervenstrukturen, die alten Methoden völlig ersetzt und zeigen eine Ausbreitung der modulativen Verfahren in fast alle Fachdisziplinen.

Material und Methoden: In den letzten 30 Jahren wurden über 1000 Implantationen von Elektroden und Generatoren spinal zur Behandlung hauptsächlich neuropathischer Schmerzen in unserer Klinik durchgeführt. Darüberhinaus wurden ca. 600 Katheter/Pumpensysteme zur intrathekalen Applikation von verschiedenen Pharmaka, in der Mehrzahl Opioide, implantiert. Die Auswertung erfolgte mittels der Cologne Score Scale (CSS). Das beinhaltet VAS 0-10, Medikamentenbedarf 0–10 und Lebensqualität 0-10.

Ergebnisse: Die Schmerzlinderung bei SCS liegt bei 70% zu Beginn der Therapie mit einem Wirkungsverlust nach 10 Jahren auf 40%. Die Intrathekale Pharmakotherapie ist überlegen, mit einer Schmerzlinderung von 80% bei einem Wirkungsverlust auf 60%. Hierzu muss man allerdings mögliche Nebenwirkungen berücksichtigen. Die Ergebnisse sind abhängig von Selektion und Indikation sowie technischem Ablauf der Operation und Minimierung der Komplikationen, die insgesamt weniger als 10% betragen.

Schlussfolgerung: Die Spinale Stimulation (SCS) und die intrathekale Pharmakotherapie leisten einen großen Beitrag zur Behandlung der chronischen Schmerzen und deren Einsatz sollte rechtzeitig diskutiert werden, um eine chronifizierung zu vermeiden.