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126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

28.04. - 01.05.2009, München

Narbensparende Brustkorrektur bei Transsexuellen

Meeting Abstract

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  • corresponding author U. von Fritschen - Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie des Helios-Klinikums Emil-von-Behring, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 28.04.-01.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgch11013

DOI: 10.3205/09dgch242, URN: urn:nbn:de:0183-09dgch2420

Published: April 23, 2009

© 2009 von Fritschen.
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Einleitung: Die geschlechtsangleichenden Operationen stehen am Ende der Behandlung transsexueller Patienten. Obwohl die hormonale Therapie bereits eine gewisse Angleichung des Habitus im Brustbereich erzielt, wünscht doch ein großer Anteil der Betroffenen zusätzlich eine operative Korrektur.Im Vordergrund steht dabei die natürliche Formgebung mit möglichst unauffälligen Narben. Bei Mann>Frau Transsexuellen müssen aufgrund des meist kräftigen Pectoralis Muskel, Volumenaugmentation sorgfältig geplant werden. Im anderen Fall muss eine männliche Brustkontur geformt werden. Neben der Entfernung eines erheblichen Hautüberschusses, ist die Verlagerung und Korrektur von Mamille und Papille zum Teil nicht unproblematisch. Stigmatisierende, quere Narbenverläufe gilt es dabei möglichst zu vermeiden.

Material und Methoden: Wir führten in 2 Jahren bei 18 transsexuellen Patienten eine Brustformung durch. Bei kleinen Volumina und fester Hautstruktur erfolgt die Behandlung der weiblichen Patienten analog der Andromastektomie bei Gynäkomastie. Bei ausgeprägem Hautüberschuss konnte außer bei 2 Patienten der Zugang primär auf den perimamillären Bereich begrenzt werden. Die lipomatöse Unterbrustfalte und die Konturierung des pectoralen Anteils erfolgte mittels Liposuktion. Zusätzlich wurde durch direkt subkutane Aspiration das maximale Straffungspotential der Kutis realisiert. In den verbleibenden Fällen erfolgte eine Mamillenverlagerung durch extrem ausgedünnten Perfusionsstiel. Bei 6 männlichen Patienten erfolgte die Volumenaugmentation über transaxillären Zugang. In 2 Fällen musste aufgrund der minimalen Weichteildeckung das Implantat retromuskulär gelagert werden.

Ergebnisse: Direkt postoperativ kam es in 2 Fällen zu einer revisionspflichtigen Nachblutung mit anschließend verzögerter Wundheilung an einer Mamille. Das Straffungspotential der Haut reichte in 4 Fällen nicht aus, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Zweimal konnte der Befund durch erneute perimamilläre Straffung korrigiert werden, in den übrigen Fällen war eine Schnitterweiterung nach lateral notwendig. Bei den Augmentationen traten keine Komplikationen auf. Subjektiv sind alle Patienten mit dem erzielten Resultat zufrieden.

Schlussfolgerung: Stigmatisierende Narbenverläufe stellen für transsexuelle Patienten in ihrem Bemühen um eine unauffällige Lebensführung eine zusätzliche Belastung dar. Mit geeigneten Techniken kann auch bei erforderlicher Dermektomie fast immer ein unauffälliges Narbenbild erreicht werden. Sekundäre Korrekturen erlauben bei unzureichendem Straffungspotential der Haut fast immer den Verzicht auf quere Narbenverläufe.Alle Implantate wurden über einen transaxilläre Zugang eingebracht, um einen möglichst unauffälligen Narbenverlauf zu sichern. Aufgrund er kräftigen Muskulatur ergibt eine präpektorale Positionierung bei ausreichender Weichteildeckung natürlichere Resultate.