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126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

28.04. - 01.05.2009, München

Modernes Therapieregime zur Behandlung des angeborenen Hydrocephalus

Meeting Abstract

  • corresponding author R. Foest - Klinik für Kinderchirurgie, Ernst-Moritz-Arndt Universität, Greifswald
  • J. Baldauf - Klinik für Neurochirurgie, Ernst-Moritz-Arndt Universität, Greifswald
  • W. Barthlen - Klinik für Kinderchirurgie, Ernst-Moritz-Arndt Universität, Greifswald
  • H.W.S. Schröder - Klinik für Neurochirurgie, Ernst-Moritz-Arndt Universität, Greifswald
  • M. Fritsch - Klinik für Neurochirurgie, Ernst-Moritz-Arndt Universität, Greifswald

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 28.04.-01.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgch11324

DOI: 10.3205/09dgch206, URN: urn:nbn:de:0183-09dgch2068

Published: April 23, 2009

© 2009 Foest et al.
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Einleitung: Die Ursachen des Hydrocephalus sind vielfältig und müssen bei der Planung des therapeutischen Vorgehens berücksichtigt werden. In den meisten Fällen des angeborenen Hydrocephalus ist die Anlage eines ventrikulo-peritonealen Shunts noch immer die Therapie der Wahl.

Material und Methoden: Im Zeitraum 2003–2008 wurden im Universitätsklinikum Greifswald 43 Kinder mit Hydrocephalus operativ versorgt. Bei 23 Patienten (53,5%) erfolgte die Anlage eines ventrikulo-peritonealen Shunts, die übrigen 20 Patienten (46,5%) erhielten eine endoskopische Ventrikulostomie.

Ergebnisse: Trotz moderner Technik sind die Ableitungssysteme noch immer sehr anfällig und machen Revisionseingriffe erforderlich – sei es zur Korrektur einer Fehlfunktion oder zur Anpassung der Druckstufe des Ventils. Dagegen ist die Häufigkeit von Revisionseingriffen bei der Ventrikulostomie deutlich geringer.

Schlussfolgerung: Unserer Ansicht nach muss für jeden Patienten geprüft werden, ob die Ventrikulostomie als Alternative zur Anlage eines ventrikulo-peritonealen Shunts in Frage kommt. In Greifswald arbeiten Kinderchirurgen und Neurochirurgen interdisziplinär Hand in Hand, zum Vorteil der Patienten und zur Gewährleistung einer guten Facharztausbildung.