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29. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2011)

12.01. - 15.01.2011, Grindelwald, Schweiz

Letaler Verlauf einer TEN nach Chemotherapie und Methotrexat-Therapie bei osteogenen Sarkom des Femurs – eine Kasuistik

Meeting Abstract

  • F. Siemers - Plastische Chirurgie, Handchirurgie, Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Lübeck
  • T. von Wild - Plastische Chirurgie, Handchirurgie, Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Lübeck
  • J. A. Lohmeyer - Plastische Chirurgie, Handchirurgie, Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Lübeck
  • T. Namdar - Plastische Chirurgie, Handchirurgie, Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Lübeck
  • P. Mailänder - Plastische Chirurgie, Handchirurgie, Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Lübeck

DAV 2011. 29. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. Grindelwald, Schweiz, 12.-15.01.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dav60

DOI: 10.3205/11dav60, URN: urn:nbn:de:0183-11dav604

Published: June 21, 2011

© 2011 Siemers et al.
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Hintergrund: Eine medikamenteninduzierte, schwere blasenbildende Hauterkrankung wie die toxisch epidermale Nekrolyse (TEN) tritt nur in sehr seltenen Fällen im Kindes- und Jugendalter auf. Liegen wenige Nebenerkrankungen, vor hat die TEN bei intensivierter Oberflächenbehandlung im Rahmen einer intensivmedizinischen Therapie auf einer Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte eine gute Prognose.

Methoden: Bei einer 21-jährigen Patientin erfolgte nach Diagnose eines Osteosarkoms in Projektion auf den linken Femur die Durchführung einer Chemotherapie mit nachfolgender Methotrexatgabe. Im weiteren Verlauf kam es zur Entwicklung einer histologisch gesicherten TEN, betreffend 100% der Körperoberfläche (KOF), einschließlich der Schleimhäute. Als Folge der Chemotherapie lag zum Zeitpunkt der Übernahme auf unsere Intensivstation für Schwerbrandverletzte eine Panzytopenie vor.

Resultate: Trotz eines Versuches der Knochenmarkstimulation, der erfolglos blieb, und einer breiten antibiotischen Abdeckung zur Infektprophylaxe, verstarb die Patientin im Rahmen eines septischen Krankheitsgeschehens am Multiorganversagen.

Schlussfolgerung: Der letale Verlauf einer TEN im Kindes-und Jugendalter bei medikamenteninduzierter Knochenmarksdepression stellt eine sehr seltene Komplikation dar. Die infauste Prognose bei der Patientin, in der von uns vorgestellten Kasuistik, hatte alle an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen einer enorm hohen Belastung ausgesetzt.