gms | German Medical Science

29. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2011)

12.01. - 15.01.2011, Grindelwald, Schweiz

Verbrennungsmedizin in Duisburg – Auswertung der Zentrums-Statistik der letzten 20 Jahre

Meeting Abstract

Search Medline for

  • F. Jostkleigrewe - Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Duisburg GmbH, Klinik für Handchirurgie und Plastische Chirurgie, Zentrum für Brandverletzte, Duisburg
  • T. Witte - Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Duisburg GmbH, Klinik für Handchirurgie und Plastische Chirurgie, Zentrum für Brandverletzte, Duisburg

DAV 2011. 29. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. Grindelwald, Schweiz, 12.-15.01.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dav22

DOI: 10.3205/11dav22, URN: urn:nbn:de:0183-11dav224

Published: June 21, 2011

© 2011 Jostkleigrewe et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Hintergrund: In den letzten 20 Jahren wurden auf der Intensivstation für Brandverletzte der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Duisburg ca. 1600 Patienten behandelt, die den DAV-Kriterien für die Behandlung in einem Verbrennungszentrum entsprechen.

Resultate: Die Gesamtzahl der Patienten hat geringfügig zugenommen, genauso wie das Durchschnittsalter. Geschlecht und Staatsangehörigkeit sind unverändert. Die Haupt-Kostenträger sind unverändert die gesetzlichen Krankenkassen, wobei das Verhältnis zwischen häuslichen Unfällen und Arbeitsunfällen unverändert ist zugunsten der häuslichen Unfälle. Der in unserem Zentrum festzustellende Anteil der der Arbeitsunfälle ist dabei jedoch mit im Schnitt 32% anhaltend hoch. Die Flammenverletzung stellt nach wie vor die häufigste Verbrennungsursache dar. Die Zahl der Explosionsverletzungen ist über die letzten 20 Jahre rückläufig, Stromverletzungen nehmen im Schnitt zu. Erfreulicherweise zeigt sich in den letzten 10 Jahren ein Rückgang des Inhalationstraumas als wichtige Begleitverletzung. Interessanterweise beobachten wir über den Verlauf von 20 Jahren eine gewisse Reduktion der Gesamtfläche der verbrannten Körperoberfläche sowie der Verbrennungstiefe – eine Tendenz, die allgemein anhand der multizentrischen DAV-Jahresstatistik der letzten Jahren zu erkennen ist. Die Verletzungsschwere scheint somit etwas zurückzugehen.

Schlussfolgerung: Dass sich auch die medizinische Qualität weiterentwickelt, spiegelt sich in der Behandlungsstatistik wider – sowohl die Mortalität, als auch Liegedauer und die Anzahl der notwendigen Operationen scheinen abzunehmen. Neben der Weiterentwicklung intensivmedizinischer Techniken hat insbesondere die zunehmende Erfahrung im Einsatz von Dermisersatzmaterialen seit den späten 90er Jahren einen Großteil zu dieser Entwicklung beigetragen.