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15. Workshop der gmds-Arbeitsgruppe "Computerunterstützte Lehr- und Lernsysteme in der Medizin (CBT)" und des GMA-Ausschusses "Neue Medien"

Charité – Universitätsmedizin Berlin, Dieter Scheffner Fachzentrum für medizinische Hochschullehre und evidenzbasierte Ausbildungsforschung, Kompetenzbereich eLearning

06.04. - 08.04.2011, Berlin

Multimediales Lernen im MaReCuM – Bedarfsanalyse E-Learning an der Medizinischen Fakultät Mannheim

Meeting Abstract

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  • corresponding author Christine Schneider - Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Mannheim, Deutschland
  • author Barbara Braun - Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Mannheim, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. Gesellschaft für Medizinische Ausbildung. 15. Workshop der AG Computerunterstützte Lehr- und Lernsysteme in der Medizin (AG CBT) und des GMA-Ausschusses "Neue Medien in der Medizinischen Ausbildung". Witten, 07.-08.04.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11cbt20

DOI: 10.3205/11cbt20, URN: urn:nbn:de:0183-11cbt202

Published: April 4, 2011

© 2011 Schneider et al.
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Fragestellung: Die Bedarfsanalyse E-Learning soll aufzeigen, wie Studierende und Lehrende das vorhandene Angebot der Fakultät im Bereich E-Learning nutzen und bewerten sowie was sie sich diesbezüglich wünschen. Ziel ist, die bedarfsorientierte, sinnvolle Integration und der Ausbau von E-Learning im Medizinstudium.

Methoden: Die Online-Umfrage wurde im Zeitraum zwischen 07.12.2010 und 22.01.2011 vom eLearning Team und dem E-Learning Arbeitskreis der Medizinischen Fakultät Mannheim durchgeführt. Insgesamt nahmen 358 Personen – davon 327 Studierende und 31 Lehrende – an der Online-Umfrage teil. Die Erstellung der beiden Online-Fragebogen – separat für Studierende und Lehrende – wie auch die Datensammlung und erste statistische Grundauswertung wurde mit Hilfe der Evaluationssoftware Evasys realisiert.

Ergebnisse: Nach Durchsicht der Daten zeigt sich, dass Studierende in großer Zahl die Vorteile sehen, die ein sinnvoller Einsatz digitaler Technologien im Studium bietet. Sie weisen aber auch auf schlechte didaktische Umsetzung und mangelnde Bekanntheit einiger Angebote hin. Selbsttests zur Lernstandsüberprüfung (44%), Vorlesungsaufzeichnungen (31%), aber auch hochwertige und komplexe Fallsimulationen (33%) werden von ihnen am häufigsten gewünscht. In den Freitexten der Umfrage kommt wiederholt die gute Resonanz des Testlaufs der Physiologie-Vorlesungsaufzeichnungen zum Ausdruck. Sehr gut genutzt und gelobt werden außerdem die anatomischen Online-Bildmaterialien (73%).

Die befragten Lehrenden der Medizinischen Fakultät möchten mit E-Learning vor allem ihre Lehrveranstaltungen sinnvoll vor- und/oder nachbereiten (84%). Außerdem schätzen sie die verdeutlichende Visualisierung ihrer Lerninhalte durch Bilder, Videos oder auch Audio-Dateien (68%). Der hohe Zeitaufwand (61%) und die fehlende Anrechnung auf das Lehrdeputat (61%) hält Lehrende jedoch davon ab, E-Learning Elemente in ihre Lehre zu integrieren.

Übereinstimmend mit den Studierenden wünschen sich Lehrende mehr Überblick über die vorhandenen Tools und Serviceangebote im Bereich E-Learning an der Medizinischen Fakultät Mannheim sowie Schulungen zu Moodle und anderen E-Learning Themen.

Die Distribution von Lehrmaterialien in Moodle (via Skriptservice) ist bei Studierenden (93%) und Lehrenden (81%) das bekannteste am häufigsten genutzte Angebot des E-Learning Teams. Von Studierendenseite wird außerdem gewünscht, diesen Service weiter auszubauen.

Eine starke Diskrepanz zwischen Lehrenden und Studierenden zeigt sich bei der Zufriedenheit mit der Lernplattform Moodle. Während Studierende zufrieden sind (93%), äußern sich knapp die Hälfte der 31 Lehrenden (44%) mit der Handhabung und den verfügbaren Funktionalitäten unzufrieden.

Schlussfolgerung: Gemeinsam mit den betreffenden Ansprechpartnern aus der Lehre und dem E-Learning Arbeitskreis wird das eLearning Team beraten, welche Wünsche und Anregungen wie umgesetzt werden können. Sicher ist, dass dabei die große positive Resonanz der Vorlesungsaufzeichnungen oder der unerwartet große Wunsch nach Selbsttests berücksichtigt werden sollten. Geplant ist außerdem die Bedarfsanalyse an der Medizinischen Fakultät Mannheim jährlich durchzuführen und dabei auch Kooperationen mit anderen Institutionen wie der Medizinischen Bibliothek einzugehen.