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Herbsttagung der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Regensburg mit wissenschaftlicher Unterstützung der ADANO 2011

Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen und Neurootologen der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (ADANO)

29.09. - 30.09.2011, Regensburg

Paradigmenwechsel bei vestibulären Funktionsprüfungen

Meeting Abstract

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Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen und Neurootologen der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Herbsttagung der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Regensburg mit wissenschaftlicher Unterstützung der ADANO 2011. Regensburg, 29.-30.09.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11adano06

DOI: 10.3205/11adano06, URN: urn:nbn:de:0183-11adano068

Published: September 21, 2011

© 2011 Hamann.
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Einleitung: Seit über 100 Jahren stützt sich die Vestibularisprüfung auf die thermische Prüfung. Sie galt als die einzige Methode, mit der seitengetrennt eine Funktionsbestimmung des vestibulären Rezeptorapparates möglich ist. Gegen die Spülung als Goldstandard der Vestibularisdiagnostik spricht neben anderen Argumenten vor allem die hohe Schwankungsbreite der Ergebnisse und die Tatsache, da es sich um einen unphysiologischen Reiz handelt. Daher sind in den letzten Jahren Methoden, die die Physiologie des Vestibularapparates mehr berücksichtigen, in den Vordergrund getreten. Dazu zählen die Beurteilung des vestibulo-okulären Reflexes (Halmgyi-Test) sowie die Vibrationsreizung.

Methoden und Material: In einer Studie an 50 Patienten, die an einer Neuritis vestibularis litten, wurden die Ergebnisse der thermischen Prüfung mit denen der Vibrationsreizung (VOG-Aufzeichnung) und des Halmagyi-Tests, aufgezeichnet mit einer Hochfrequenzvideokamera, verglichen.

Ergebnisse: Es konnte gezeigt werden, dass die Kombination von Kopfimpulstest und Vibrationsreizung der thermischen Prüfung zumindest gleich, in manchen Fällen überlegen ist.

Fazit: Aus den Ergebnissen lässt sich ableiten, dass die thermische Prüfung nicht als der Goldstandard der Vestibularisdiagnostik anzusehen istund dass sie durch Methoden mit großer Treffsicherheit ersetzt werden kann.