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Herbsttagung der ADANO 2010

Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen und Neurootologen der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (ADANO)

16.09. - 17.09.2010, Zürich

Der Kopfimpuls-Test in der otologischen und otochirurgischen klinischen Praxis

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Jonas Park - Klinik für HNO und Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum, RWTH Aachen, Deutschland
  • author Thien Duong Dinh - Klinik für HNO und Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum, RWTH Aachen, Deutschland
  • author Martin Westhofen - Klinik für HNO und Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum, RWTH Aachen, Deutschland

Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen und Neurootologen der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Herbsttagung der ADANO 2010. Zürich, 16.-17.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10adano30

DOI: 10.3205/10adano30, URN: urn:nbn:de:0183-10adano300

Published: August 25, 2010

© 2010 Park et al.
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Der Kopf-Impuls-Test (KIT) ermöglicht die Beurteilung der peripher vestibulären Funktion durch die passive Rotation des Kopfes in der Ebene parallel zum geprüften Bogengang. In der klinischen Anwendung erfolgt die Erfassung und Beurteilung der Re-Fixationssakkade in Form des bedside Kopf Impuls Tests (bKIT) und des Video-Kopf-Impuls-Tests (vKIT). Experimentelle quantitative Analysen in Form des search coil Kopf-Impuls-Tests (qKIT) sind möglich. Patienten mit einer peripheren vestibulären Dysfunktion, wie zum Beispiel der Neuropathia vestibularis, zeigen eine Verringerung der Verstärkung des VOR mit Zunahme der Drehbeschleunigung des Kopfes. Die Minderfunktion und der Ausfall eines Bogengangs zeigen eine qualitativ ähnliche Einschränkung des VOR. Labyrinthäre Pathologien sind durch schnelle Beschleunigungen im KIT besser zu erkennen als durch langsame. Obwohl für die Differenzierung zwischen einem akuten peripheren und akuten zentralen Schaden der KIT im Kontext der übrigen neurologischen Untersuchungsbefunde beurteilt werden muss, spricht ein negativer KIT gegen einen akuten Schaden der Bogengänge. Für die perioperative Beurteilung der Labyrinthfunktion bei otochirurgischen Eingriffen kann der KIT in ausgewählten Fällen hilfreich sein. Der KIT ist als Ergänzung zu anderen Untersuchungsmethoden der Bogengänge, wie der Kalorischen Prüfung (KP)und der Drehpendelprüfung (DP), zu betrachten. Da die untersuchte organspezifische Frequenzen im KIT höher ist als in der KP und der DP, verhält sich der VOR nach einer akuten peripheren Labyrinthläsion in den einzelnen Prüfungen unterschiedlich.