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GMS Medizin — Bibliothek — Information.

Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB)

ISSN 1865-066X

Integriertes Informationsmanagement für Hochschulen – das kiz als Serviceprovider (Festvortrag)

Abstract

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GMS Med Bibl Inf 2007;7(2):Doc18

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Published: September 21, 2007

© 2007 Großmann.
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Abstract

Schon immer haben Zentrale Einrichtungen an Hochschulen mit fächerübergreifenden Dienstleistungen die Tätigkeit der Akteure im Umfeld der akademischen Lehre und Forschung auf vielfältige Weise unterstützt: die Verwaltungen z.B. bei der Erledigung administrativer Aufgaben und der Unterhaltung der Gebäudeinfrastruktur, die Rechenzentren bei der Bereitstellung einer verlässlichen IT und die Bibliotheken z.B. bei der Literaturversorgung der Forscher, Lehrer und Studenten. Jede Einrichtung entwickelte hierfür ein dediziertes Dienstleistungsportfolio auf der Basis einer weitgehend unabhängigen technischen und methodischen Basis. Mittlerweile haben sich die Randbedingungen hierfür grundlegend geändert und jegliches Diensteangebot setzt auf (im Kern oft sehr ähnlichen) IT-gestützten Verfahren auf, und der Zugriff der Nutzer auf die Dienste geschieht über weitgehend einheitliche Interfaces. Diese technische und methodische Konvergenz erstreckt sich aber auch auf neu hinzugekommene Services, etwa im Zusammenhang mit der Entwicklung von eLearning-Angeboten (auch für Weiterbildungsangebote) oder beispielsweise der Umstellung auf Bachelor/Masterstudiengänge. Auch hinsichtlich der Informationsbeschaffung haben sich die Randbedingungen erheblich geändert. Neben die klassischen Bibliotheksservices sind auch andere Informationskanäle getreten, deren professionelle Nutzung unterstützt werden muss. Die Analyse dieser Situation und die Strukturierung der daraus ableitbaren Aufgaben legt es nahe, ein einheitliches und übergreifendes Campusmanagement aufzubauen, an dem alle Diensteanbieter partizipieren. Organisationsmodelle, die eine verbesserte Zusammenarbeit von Bibliotheken, Rechenzentren und Medienzentren zum Ziel haben, werden derzeit an nahezu allen Universitäten diskutiert. Dabei stehen oft Kooperationsmodelle zur Diskussion, die über eine Art "Dachgremium" die effiziente Zusammenarbeit der eigenständig belassenen Einrichtungen sicherstellen soll. Dies ist zwar ein gangbarer Weg, aber Zweifel sind erlaubt, ob diese Vorgehensweise besonders effizient ist. Im kiz der Universität Ulm sind nun die Ressourcen (Personal und Budget) der einschlägigen internen Dienstleister zusammengeführt und unter ein einheitliches Management (Integrationsmodell) gestellt worden. Mit dieser Integration konnten Synergien freigesetzt werden, die in eine Verbesserung bzw. Erweiterung des Dienstleistungangebotes einfließen. Als inneruniversitärer Serviceprovider entwickelt und betreibt das kiz für die Universität eine integrierte – und deshalb notwendigerweise auch konsistente – Diensteinfrastruktur (von einfachen Basisdiensten bis zum Hochschulportal), auf der unterschiedlichste Nutzerdienste verlässlich aufgesetzt werden können.