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Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB)

ISSN 1865-066X

Integration von E-Learning in das Medizinstudium der Universität Ulm am Beispiel der Entwicklung eines E-Curriculums für das Praktische Jahr

Abstract

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  • corresponding author Stephanie Brachmann - Universität Ulm, Kompetenzzentrum E-Learning in der Medizin Baden-Württemberg, Ulm, Deutschland

GMS Med Bibl Inf 2007;7(2):Doc14

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Published: September 21, 2007

© 2007 Brachmann.
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Abstract

Vorstellung Kompetenzzentrum

Gegründet im Jahr 2004 koordiniert das Kompetenzzentrum E-Learning in der Medizin den landesweiten Einsatz von E-Learning im Medizinstudium. Als oberstes Ziel wird die Verbesserung der Qualität der Lehre angestrebt, indem durch multimediale Lernmedien medizinische Sachverhalte verständlicher und jederzeit wiederholbar dargestellt werden und die medizinische Ausbildung damit zeitlich und räumlich unabhängiger angeboten werden kann.

Situiert in Ulm, bleibt unser Wirkungskreis also nicht auf Ulm beschränkt, sondern erstreckt sich „um Ulm herum“ landesweit in alle medizinischen Fakultäten.

Vorstellung Projekt Top 25 PJ

a) Praktisches Jahr: Das Praktische Jahr gliedert sich in 3 Ausbildungsabschnitte:

  • Innere Medizin
  • Chirurgie
  • Wahlfach

In diesem Ausbildungsabschnitt sollen die Studierenden Kenntnisse, ärztliche Fertigkeiten und ärztliche Einstellungen unter Anleitung und direkter Kontrolle erfahrener Ärzte am Patienten erwerben und vertiefen.

b) Curriculum: Die Ergänzung des Medizin-Curriculums mit E-Learning Komponenten. Es wird definiert wie Ausbildungsinhalte mit geeigneten E-Learning Inhalten und Lernsystemen kombiniert werden können.

Beschreibung des Projekts

Im PJ wird der Student zum ersten Mal mit dem praktischen Ausüben seines theoretischen Wissens konfrontiert. Die TOP 25 der Krankenhausdiagnosen und häufigsten Diagnosen beim Hausarzt wurden als Lernziele im Praktischen Jahr definiert.

Passend zu diesen Diagnosen wurde eine Angebotsanalyse über die im Internet vorhandenen E-Learning Fälle (WBT) gestartet.

Die ausgewählten E-Learning Fälle wurden mit Hilfe der vom Kompetenzzentrum entwickelten Qualitätskriterien auf Benutzerfreundlichkeit, inhaltliche, didaktische und technische Qualität überprüft. Anschließend folgte die Integration auf der Ulmer Lernplattform IVA (Integrierte virtuelle Ausbildung) und somit werden die Inhalte allen Studenten zur Verfügung gestellt.

Der entscheidende Vorteil des Projekts ist, dass die Studierenden durch die Lernplattform direkt auf den Content zugreifen können, ohne sich vorher aufwändig bei den verschiedenen Systemen anmelden zu müssen. Außerdem ist es möglich, dass die PJ-Studenten, die auf 15 verschiedene Akademische Krankhäuser der Universität Ulm und auf Krankenhäuser im Ausland verteilt sind, auf die Lernfälle zugreifen können.

Ziel des Projektes

Den Studierenden wird die Möglichkeit gegeben, ihr Wissen mit Hilfe von elektronischen Medien zu vertiefen und auch sofort praktisch anzuwenden. Ziel ist die Verbesserung der Lehre in der medizinischen Ausbildung.