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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Verfahren mit Haut-Knorpel-Resektion zur Cavum-Reduktion bei Ohranlegeplastiken

Poster Plastische Chirurgie

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GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2014;10:Doc089

doi: 10.3205/cpo000851, urn:nbn:de:0183-cpo0008512

Published: May 19, 2014

© 2014 Mörlein et al.
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Zusammenfassung

Bezüglich der Anlegung von Ohren wurden und werden zahlreiche verschiedene Methoden beschrieben. Ohrmuscheldysplasien werden nach der Klassifikation von Weerda in Dysplasien dreier Schweregrade eingeteilt. Abstehende Ohren werden in der Regel zu den geringgradigen Ohrmuschel-missbildungen gezählt, kommen bei ca. 5% der Neugeborenen vor und können zu weitreichenden emotionalen Problemen führen. Definitionsgemäß beträgt der Helix-Mastoidabstand mehr als 20 mm oder der Helix-Mastoidwinkel mehr als 30°.

Die operative Korrrektur kann in der Regel vor dem Schuleintritt erfolgen, da die Endgröße der Ohrmuschel weitestgehend erreicht ist. Neben einer Vielzahl von OP-Verfahren die die Neubildung der Anthelixfalte und des entsprechenden Winkels zum Ziel haben, ist bei einem stark entwickelten Cavum conchae eine Rotation oder eine Resektion am Cavum conchae erforderlich. Bei Rotation des Cavum kann eine Einengung des Gehörganges von dorsal entstehen; bei einer alleinigen Resektion einer Knorpelsichel zur Reduktion der Concha-Tiefe sind Faltenbildungen im Cavum conchae durch den Hautüberschuss typisch und unschön. Wir haben im Übergangsbereich von Concha auf Anthelixfalte zur Reduktion bei acht Patienten eine vollschichtige Haut-Knorpel-Sichel exzidiert und dann den Knorpel mit PDS-Nähten, die vordere Haut mit 6-0 Hautnähten wieder vernäht. Hierdurch ist ein sehr guter Effekt auf die Stellung der Ohrmuschel zu erreichen und die Narbe im Übergangsbereich von Concha auf Anthelix ist unauffällig. Unschöne Faltenbildungen oder Hämatome unter mobilisierten Hautanteilen können vermieden werden. Ein vergleichbares Verfahren wurde bereits einmal von Ely 1881 im Zusammenhang mit einer Koncharotation beschrieben. Die ästhetischen Ergebnisse dieser Technik sind auch im Langzeitverlauf gut. Die feine Narbe an der Vorderfläche der Ohrmuschel ist im Vergleich zu den überzeugenden Ergebnissen akzeptabel.

Der Erstautor gibt keinen Interessenkonflikt an.