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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Manifestation von Lymphomen im HNO-Bereich

Poster Onkologie

  • corresponding author Elisa Rietkötter - HNO Universitätsklinik Bochum, Bochum
  • Yu Chun Tam - Institut für Pathologie der Ruhr-Universität Bochum am Berufsgenossenschaftliche, Bochum
  • Stefan Dazert - HNO-Universitätsklinik Ruhr-Universität Bochum, Bochum
  • Denise Rosenberger - HNO-Universitätsklinik Ruhr-Universität Bochum, Bochum
  • Anke Reinacher-Schick - Klinik für Hämatologie und Onkologie Universitätsklinik Ruhr-Universität Bochum, Bochum

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2014;10:Doc076

doi: 10.3205/cpo000838, urn:nbn:de:0183-cpo0008387

Published: May 19, 2014

© 2014 Rietkötter et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Lymphome machen nur eine geringe Anzahl aller malignen Neoplasien mit ca. 5% im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich aus. Als extranodale Manifestation von Lymphomen steht der Kopf-Halsbereich an zweiter Stelle hinter dem Gastrointestinaltrakt. Am häufigsten tritt das Non-Hodgkin-Lymphom auf, Hodgkin-Lymphome kommen sehr selten vor.

Methoden: Es wurden 3 Fälle von Non-Hodgkin-Lymphomen im Kopf-Halsbereich untersucht. Ein Lymphom des Sinus maxillaris et ethmoidalis, der Trachea und des Nasopharynx.

Anamnese, Therapie, Histologie und Ergebnisse der interdisziplinären Tumorkonferenz wurden analysiert und erörtert.

Ergebnisse: Anamnese und klinische Beschwerden der Patienten weisen zunächst nicht in allen Fällen auf eine maligne Neoplasie hin. Die histologische Differenzierung benötigt weiterführende immunhistochemische Untersuchungen mit Expressionsmarkern.

Die Therapie ist abhängig vom Allgemeinzustand des Patienten. Als adjuvante Therapie wird in Abhängigkeit von B-oder T-Zell Lymphom eine Polychemotherapie und zusätzlich eine Radiatio angewendet.

Schlussfolgerung: Obwohl Lymphome im Kopf-Hals-Bereich zu den seltenen Tumorentitäten gehören, sollten diese differentialdiagnostisch immer in Betracht gezogen werden. Die Therapie unterscheidet sich erheblich von anderen Tumoren im HNO Bereich, sie ist nicht primär chirurgisch. In den meisten Fällen ist eine primäre Chemotherapie indiziert, Radiotherapie, Antikörpertherapie, Radioimmuntherapie, Zytokine oder Stammzelltherapie kommen zum Einsatz.

Die histopathologische Diagnose erfordert immunhistochemische Zusatzuntersuchungen.

Der Erstautor gibt keinen Interessenkonflikt an.