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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Temperaturerhöhung der Felsenbeinstrukturen durch das Operationsmikroskop am Beispiel des Operationsmikroskops Zeiss OPMI PROergo

Poster Otologie

  • corresponding author Ariane Römer - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Thomas Lenarz - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Omid Majdani - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Thomas Rau - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Lenka Prielozny - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2014;10:Doc074

doi: 10.3205/cpo000836, urn:nbn:de:0183-cpo0008366

Published: May 19, 2014

© 2014 Römer et al.
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Zusammenfassung

Hintergrund: Eine intraoperatives Absinken der Körpertemperatur ist mehrfach untersucht, doch über die Erwärmung des Operations-Situs durch das Licht des Operationsmikroskops gibt es bislang kaum Untersuchungen. Wir entwickeln eine mittels Formgedächtnis-Material aktivierte Cochlea Implantat Elektrode mit dem Ziel des Erreichens einer perimodiolaren Endlage der Elektrode in der Hörschnecke. Dabei wird unter Berücksichtigung der Körpertemperatur die Krümmung der Elektrode temperaturgesteuert ausgeführt. Das Kenntnis über Temperaturänderungen intraoperativ ist für die Stabilisierung der Elektrode in einer geraden Konfiguration für das Insertionsprozess notwendig.

Material und Methoden: In einem kontrolliert temperierten Wasserbad wurden sukzessive 5 für ein Cochlea-Implantat Operation präparierte Felsenbeine (Mastoidektomie, post. Tympanotomie) von humanen Körperspendern auf 37°C erwärmt.

Standardisiert erfolgt die Temperaturmessung mittels starrer Temperatursonde in verschiedenen Bereichen des Operationsfeldes sowohl ohne Mikroskop, als auch mit dem Zeiss OPMI PROergo.

Ergebnis: Die ermittelten Ergebnisse zeigten zwar eine Temperaturerhöhung bis zu 3°C, jedoch erschien die Temperatur intracochleär relativ konstant.

Schlussfolgerung: Die Temperaturwerte sind bei der Wahl der Legierungsanteile des NiTinols als Formgedächtnis-Material in dem Inlay der gewünschten Elektrode zu berücksichtigen.

Im offenen Operationsfeld zeigt sich eine signifikante Temperaturerhöhung, so dass die Einstellung der Lichtintensität im Operationsverlauf Berücksichtigung finden sollte. Weitere Messungen mit anderen Mikroskopen, die LED-Ausleuchtung des Operationsfeldes nutzen, werden folgen, um die optimalen Bedingungen für den Einsatz von aktiven Implantaten mit Formgedächtnis-Material Komponenten zu definieren.

Der Erstautor gibt keinen Interessenkonflikt an.