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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Modulation der Aktivität neuronaler Stammzellen des Nucleus Cochlearis der Ratte durch niedermolekulare Glycogen-Synthase-Kinase-Inhibitoren

Poster Tissue Engineering / Stammzellen

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  • corresponding author Johannes Völker - HNO Uniklinik Würzburg, Würzburg
  • Kristen Rak - HNO Uniklinik, Würzburg
  • Rudolf Hagen - HNO Uniklinik, Würzburg
  • Robert Mlynski - HNO Uniklinik, Würzburg

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2014;10:Doc017

doi: 10.3205/cpo000779, urn:nbn:de:0183-cpo0007796

Published: May 19, 2014

© 2014 Völker et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Glycogen-Synthase-Kinase-3β (GSK-3β), ein Modulator des Wnt-Signalweges, ist eine Schlüsselkomponente neuronaler Prozesse. Ihre Aktivität beeinflusst axonales Wachstum und deren synaptische Interaktionen sowie Zelltod und Zellüberleben. Über eine Steuerung der β-Catenin-Konzentration spielt sie eine fundamentale Rolle bei der Differenzierung neuronaler Stammzellen. Ziel dieser Arbeit war es, zu untersuchen welche Auswirkungen eine Modulation von GSK-3β auf die Differenzierung und die neuronale Aktivität maturierender Stammzellen des Nucleus Cochlearis (N.C.) hat.

Methoden: Neuronale Stammzellen wurden aus dem N.C. postnataler p9 Ratten isoliert und für 4 Wochen frei flottierend kultiviert. Einzelzellen dieser Kulturen wurden auf Deckgläser ausplattiert und für 8 Tage in Differenzierungsmedium kultiviert. Einem Teil dieser Kulturen wurde 10 µM SB-216763 (Sigma Aldrich), ein selektiver GSK-3-Inhibitor, zugesetzt. An Tag 1 und Tag 8 wurden jeweils Zellen mit dem Calciumindikator Fura-2 beladen und in einem Calcium-Imaging-Assay auf spontane neuronale Aktivität untersucht. Anschließend erfolgte die Fixierung der Kulturen und eine Immunfluoreszenzfärbung zur Identifikation neuronaler und Gliazell-Marker.

Ergebnis: Die selektive Inhibition der GSK-3 in neuronalen Stammzellkulturen des N.C. führte zu einer erhöhten neuronalen Spontanaktivität nach einer Differenzierung über 8 Tage. Des Weiteren fand sich in diesen Kulturen eine signifikant erhöhte Anzahl an Neuronen.

Diskussion: Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass der GSK-3β-Signalweg eine essentielle Rolle bei der Differenzierung und der neuronalen Aktivität des N.C. spielt. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten künftig bei der Therapie von Erkrankungen der Hörbahn zum Tragen kommen.

Der Erstautor gibt keinen Interessenkonflikt an.