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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

„Posttransplantat lymphoproliferative disease (PTLD)“ als isolierte Manifestation im kindlichen Larynx: ein Fallbericht.

Poster Onkologie

  • corresponding author Friederike Jenckel - Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Hamburg
  • Adrian Münscher - UKE/HNO, Hamburg
  • Till Clauditz - UKE/Pathologie, Hamburg
  • Rainald Knecht - UKE/HNO, Hamburg

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2013;9:Doc41

doi: 10.3205/cpo000742, urn:nbn:de:0183-cpo0007422

Published: June 20, 2013

© 2013 Jenckel et al.
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Zusammenfassung

Eine PTLD ist eine beschriebene Komplikation nach Organtransplantation im Kindesalter und betrifft in den meisten Fällen das lymphatische Gewebe der oberen Luftwege (Waldeyerscher Rachenring). Eine isolierte laryngeale Manifestation der PTLD ist äußerst selten und ist bisher in der Literatur in nur wenigen Fällen beschrieben worden.

Berichtet wird der Fall eines Jungen, der nach Lebertransplantation aufgrund einer Ahornsirupkrankheit (MSUD) zwei Jahre zuvor, mit einem unklaren Stridor in unserer Poliklinik vorgestellt wurde. Die klinische Untersuchung zeigte bei einem Zustand nach Tonsillektomie und Adenotomie eine unklare hyperplastische Schwellung des Larynx mit Betonung der Epiglottis und der Aryregion bds.

Zur histologischen Sicherung und symptomatischen Behandlung wurde daraufhin eine Mikrolaryngoskopie mit Tumordebulking im Berich der Aryregion durchgeführt. Die histologische Untersuchung zeigte eine Frühform einer „Post-transplantat lymphoprolifertive disease“ des Larynx.

Die Besonderheit des Falls liegt in der ungewöhnlichen Manifestation der Grunderkrankung. Der behandelnde HNO-Arzt muss sich dieser Art Komplikationen nach Organtransplantation und Immunsuppression im HNO-Bereich bewusst sein.

Die Literatur zum Thema wurde ausgewertet und die Ergebnisse in Bezug auf den vorgestellten Fall analysiert.

Der Erstautor gibt keinen Interessenkonflikt an.