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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Unilaterale Sinusitis bei okkultem Ameloblastom des Oberkiefers

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  • corresponding author Sarah Runge - St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe, Klinik für HNO-Heilkunde, Karlsruhe
  • Peter Joram - St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe, Klinik für HNO-Heilkunde, Karlsruhe
  • Helene Geddert - St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe, Institut für Pathologie, Karlsruhe
  • Jürgen Mertens - St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe, Klinik für HNO-Heilkunde, Karlsruhe

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2012;8:Doc13

DOI: 10.3205/cpo000666, URN: urn:nbn:de:0183-cpo0006662

Published: April 19, 2012

© 2012 Runge et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Es gibt Fälle, die mit der üblichen Diagnostik von Kiefer und Nasennebenhöhlen nicht auffällig werden. Über einen solchen speziellen Fall, ein Ameloblastom des Oberkiefers, können wir berichten. Ameloblastome sind gutartige, lokal invasiv wachsende Tumore des Kiefers, wobei Oberkiefer-Ameloblastome selten sind. Klinisch fallen sie meist durch eine schmerzlose Auftreibung des Kiefers auf. Da weitere Symptome oft erst verzögert auftreten, können sie eine beträchtliche Größe erreichen und das Mittelgesicht infiltrieren.

Methoden und Ergebnisse: Berichtet wird von einem 43-jährigen Patienten mit rezidivierenden sinusitischen Symptomen. Dentogene Beschwerden wurden verneint. Rhinoskopisch imponierte eine Vorwölbung der medialen Kieferhöhlenwand. CT-morphologisch zeigte sich eine unilaterale Verschattung des linken Sinus maxillaris, ethmoidalis und frontalis. Eine zahnärztliche Untersuchung war nicht wegweisend. Klinisch bestand ein tiefer parodontaler Defekt bei Zahn 28, ein Orthopantomogramm (OPG) war unauffällig. Im Rahmen einer Nebenhöhlenoperation links zeigte sich ein infiltrativer Prozess im Bereich des Kieferhöhlenbodens sowie der lateralen Kieferhöhlenwand. Histologisch wurde ein Ameloblastom vom konventionellen Typ diagnostiziert.

Schlussfolgerungen: Ameloblastome fallen in der Regel durch eine Schwellung des Kiefers auf und imponieren in der bildgebenden Diagnostik als glatt begrenzte, osteolytische Prozesse. Im oben beschriebenen Fall konnte erst durch das histopathologische Ergebnis eine dentogene Genese der Sinusitis gezeigt werden, was die Wichtigkeit einer Probeexzision zur Diagnosestellung hervorhebt. Ameloblastome sollten also als seltene Ursache bei unilateraler Sinusitis in die differentialdiagnostischen Überlegungen einbezogen werden.