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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Vergleich des myogenen Differenzierungspotenzials von mesenchymalen Stammzellen (MSC) aus Fett und Knochenmark

Poster Tissue Engineering / Stammzellen

  • corresponding author Jens Stern-Straeter - Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, Mannheim
  • Ulrich Goessler - Universitäts-HNO-Klinik, Mannheim
  • Ulrich Sommer - Universitäts-HNO-Klinik, Mannheim
  • Gabriel Bonaterra - Institut für Anatomie und Zellbiologie, Marburg
  • Karl Hörmann - Universitäts-HNO-Klinik, Mannheim
  • Alexander Sauter - Universitäts-HNO-Klinik, Mannheim
  • Johannes Schultz - Universitäts-HNO-Klinik, Mannheim
  • Anne Faber - Universitäts-HNO-Klinik, Mannheim
  • Ralf Kinscherf - Institut für Anatomie und Zellbiologie, Marburg
  • Stefan Kassner - Universitäts-HNO-Klinik, Mannheim

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2012;8:Doc08

doi: 10.3205/cpo000661, urn:nbn:de:0183-cpo0006614

Published: April 19, 2012

© 2012 Stern-Straeter et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Die Identifikation geeigneter Stammzellen für das Tissue Engineering von Skelettmuskulatur ist eine Grundvoraussetzung um funktionelles Gewebe in vitro generieren zu können. Als besonders Aussichtsreich gelten MSC, da diese auch nach höherer Passagierung nicht ihr Differenzierungspotential verlieren. Aus diesem Grund wurde das myogene Differenzierungspotential und das Proliferationsverhalten von MSC aus Fett mit denen aus Knochenmark verglichen.

Material und Methoden: Die Proliferation wurde an MSC aus Fett und Knochenmark mit dem alamarBlue® Proliferationsassay an den Tagen 0 bis 21 unter Verwendung von sechs unterschiedlichen Zellkulturmedien gemessen. Als nächstes wurde das stabilste Referenzgen mit der geNorm- und der NormFinder-Software identifiziert und eine real-time RT-PCR myogener Differenzierungsmarker (MYH1, MYH8, ACTA1) in beiden Gruppen durchgeführt. Zusätzlich erfolgte eine immunhistochemische Färbung der myogenen Marker Desmin und MYF5.

Ergebnisse: MSC aus Fett hatten insgesamt betrachtet höhere Proliferationsraten als MSC aus Knochenmark. Als stabilste Referenzgene konnten ACTB und B2M identifiziert werden. Diese wurden als Normalisierungsfaktor für die real-time PCR verwendet. Auf Genexpressionsebene konnten nur in MSC aus Fett myogene Differenzierungsmarker detektiert werden, wobei aus den Ergebnissen keine Expressionstendenz abgeleitet werden konnte. Immunhistochemisch konnte Desmin in MSC aus Fett bei Verwendung von konditioniertem Medium nachgewiesen werden.

Schlussfolgerung: Die erhobenen Daten lassen darauf schließen, dass sich nur eine Subpopulation von MSC aus Fett mittels Zellkulturstimulation in die myogene Zellreihe differenzieren lässt. Eine alleinige Stimulation mit Zellkulturmedien ist nicht ausreichend, um Myofibrillen zu züchten.