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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Neue Modifikation von Stimmprothese

Poster Aerodigestivtrakt

  • Carl Albert Bader - HNO-Klinik Homburg, Homburg
  • corresponding author Basel Al Kadah - HNO-Klinik Homburg, Homburg
  • Klaus Bumm - HNO-Klinik Homburg, Homburg
  • Mathias Schneider - Zweibrücken
  • Bernhard Schick - HNO-Klinik Homburg, Homburg

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2011;7:Doc60

doi: 10.3205/cpo000649, urn:nbn:de:0183-cpo0006491

Published: April 14, 2011

© 2011 Bader et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Die unerwünschte Schunt-Erweiterung nach chirurgischer Versorgung mit einer Stimmprothese stellt eine typische Komplikation dar. Eine konservative Therapieoption ist die temporäre Entfernung der Prothese, Abwarten und neues Einsetzten. Bei Misserfolg dieser Maßnahmen, wird in der Regel die chirurgische Therape indiziert. Es wird hier ein Verfahren vorgestellt, mit dem Leckage-Probleme nach Stimmprotheseneinlage auch ohne chirurgischen Eingriff beherrscht werden können.

Material und Methoden: 9 Patienten (1 weiblich, 8 männlich) im Alter zwischen 51 bis 71 Jahre wurden im Zeitraum zwischen 11/2008 und 10/ 2010 an der HNO-Klinik Homburg wegen einer Fistelleckage mit einer individuell angepassten Stimmprothese versorgt. Eine Provox 2-Stimmprothese wurde mittels 2 Unterlagscheiben aus Silikon an der trachealen und an der ösophagealen Seite aufgezogen, der Prothesedurchmesser wurde durch einen Silikonschlauch verstärkt. Diese modifizierte Prothese wurde retrograd, entsprechend dem Vorgehen bei Einlage der Provox 1 eingesetzt. Der Beobachtungzeitraum betrug zwischen 6 und 24 Monate.

Ergebnisse: Bei Kontrolle mittels „Blauschluck“ zeigte sich in allen Fällen ein Sistieren der Leckage. Die Haltbarkeit der modifizierten Prothese betrug zwischen 2 und 6 Monaten. Eine Verschlechterung der Stimmqualität war nach auditiver Beurteilung durch Patienten und Untersucher nicht zu hören.

Schlussfolgerung: Die individuelle Modifikaton der Provox 2-Prothese sollte in Einzelfällen beachtet werden und stellt damit eine sinnvolle Alternative zur vergleichsweise aufwendigen, den Patinten belastenden und nicht selten von Misserfolg begleiteten chirurgischen Therapie dar. Als nachteilig sehen wir an, dass ein Wechsel der modifizierten Prothose nur in Vollnarkose möglich ist.