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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Die Sialendoskopie bei Sialolithiasis: Outcome in Abhängigkeit von der Anamnesedauer

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GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2011;7:Doc39

DOI: 10.3205/cpo000628, URN: urn:nbn:de:0183-cpo0006284

Published: April 14, 2011

© 2011 Lüers et al.
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Zusammenfassung

Zielsetzung: Ziel der Untersuchung war es, den Einfluss der Anamnesedauer beiPatienten mit bekannter Sialolithiasis auf die intraoperativen Befunde und denoperativen sowie klinischen Verlauf zu untersuchen.

Methode: Analyse von 80 konsekutiven Sialendoskopie-Fällen der Gl. submandibularis und Gl. parotis unter Erhebung prä- und intraoperativer Parameter.

Ergebnisse: Bei 50 Patienten konnte eine Sialolithiasis endoskopisch bestätigt werden. Eine primär endoskopische Entfernung von Speichelsteinen war bei 48% der Patienten möglich. Bei weiteren 32% der Patienten konnten Speichelsteinedurch kombinierte endoskopisch-externe Verfahren entfernt werden. Bei 8% derPatienten musste die Speicheldrüse operativ entfernt werden. Steine, diesialendoskopisch entfernbar waren, waren kleiner (3,6 vs. 6,9 mm) und mobiler alsnicht-endoskopisch entfernbare Steine. Eine lange Anamnesedauer korreliertesignifikant mit einer längeren Operationsdauer (p=.048), größeren (p=.033) undstärker fixierten Speichelsteinen (p=.014) sowie einer höherenWahrscheinlichkeit für nicht-sialendoskopisch entfernbare Speichelsteine.

Schlussfolgerung: Patienten mit langer Anamnesedauer weisen größere undstärkergradig fixierte Speichelsteine auf, die nur unter erhöhtem operativenAufwand zu entfernen sind und häufiger eine Sialektomie zur Folge haben, alsPatienten mit vergleichsweise kurzer Anamnese. Basierend auf den Ergebnissen dieser Untersuchung sehen wir bei Patienten mit Verdacht auf oder nachgewiesener Sialolithiasis eine frühzeitige Sialendoskopie als vorteilhaft an.