gms | German Medical Science

GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Das zervikofaziale Emphysem und seine Differentialdiagnosen: eine Falldarstellung

Poster

  • corresponding author Ulrich Straßen - HNO-Klinik,Klinikum Rechts der Isar der TU München, München
  • Andreas Knopf - HNO-Klinik,Klinikum Rechts der Isar der TU München, München
  • Murat Bas - HNO-Klinik,Klinikum Rechts der Isar der TU München, München
  • Anja Pickhard - HNO-Klinik,Klinikum Rechts der Isar der TU München, München
  • Florian Durst - HNO-Klinik,Klinikum Rechts der Isar der TU München, München

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2011;7:Doc09

DOI: 10.3205/cpo000598, URN: urn:nbn:de:0183-cpo0005980

Published: April 14, 2011

© 2011 Straßen et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Zusammenfassung

Einleitung: Das Emphysem im Kopf-Hals-Bereich tritt nach traumatischen Verletzungen von Hohlorganen im Rahmen von Traumen oder iatrogen, als Folge von ausgeprägten Schutzreflexen bei Fremdkörperingestion, sowie durch iatrogene Luftinsufflation auf. Der Verlauf ist in der Regel benigne, jedoch gilt es sowohl potentiell letale Komplikationen früh zu erkennen und zu vermeiden, als auch wichtige Differentialdiagnosen, wie eine Infektion mit gasbildenden Keimen oder verschiedene Formen des Angioödems früh auszuschließen.

Falldarstellung: Wir berichten über einen 52-jährigen Patienten, bei dem nach einer professionellen Zahnreinigung mit dem Pulverstrahlgerät eine akute Schwellung der linken Gesichtshälfte auftrat. Laborchemisch zeigten sich bei dem Patienten keinerlei Auffälligkeiten. Im unverzüglich durchgeführten CT-Hals-Thorax fiel dann ein ausgeprägtes Emphysem des linken Kopfes und Halses mit Fortleitung ins Mediastinum auf. Der Patient wurde daraufhin zur stationären Überwachung und antibiotischen Therapie aufgenommen. Nach drei Tagen konnte der Patient dann symptomfrei entlassen werden.

Zusammenfassung: Das Emphysem im Kopf-Hals-Bereich ist ein seltenes multiätiologisches Krankheitsbild mit der Möglichkeit schwerer Komplikationen wie der Perikardtamponade, der oberen Einflussstauung, oder der Trachealkompression. Ein differenziertes Diagnoseschema kann helfen diese zu vermeiden und früh die richtige Diagnose zu stellen.

Die vorliegende Übersicht liefert außerdem eine Darstellung der wichtigsten Differentialdiagnosen verbunden mit kurzen typischen Falldarstellungen.