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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Erste klinische Anwendung der trans-oral endoskopischen Mediastinalchirurgie

Poster Endoskopie / Bildgebung

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  • corresponding author Thomas Wilhelm - Klinik für HNO-Heilkunde, Borna
  • Wolfram Klemm - Klinik für Thoraxchirurgie, Evangelische Lungenklinik Berlin, Berlin
  • Andé Nemat - Klinik für Thoraxchirurgie und thorakale Endoskopie, HELIOS Klinikum Erfurt, Erfurt

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2011;7:Doc02

doi: 10.3205/cpo000591, urn:nbn:de:0183-cpo0005917

Published: April 14, 2011

© 2011 Wilhelm et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Der endoskopische trans-orale Zugang für chirurgische Eingriffe im mittleren Mediastinum wurde in anatomischen sowie tierexperimentellen Untersuchungen etabliert.

Methoden: Nach Zustimmung der zuständigen Ethikkommission haben wir dieses Verfahren nach ausführlicher Aufklärung und Zustimmung am 16.09.2010 erstmals bei einem 47-jährigen Mann angewendet. Es bestanden seit 7 Monaten rezidivierende Arthralgien, ein retrosternales Druckgefühl mit atemabhängigen rechtsthorakalen Schmerzen sowie zeitweise Fieberschübe. CT-morphologisch ergaben sich keine Hinweise zur Genese, es zeigten sich jedoch vergrößerte mediastinale Lymphknoten. Differentialdiagnostisch wurde eine Sarkoidose im frühen Stadium diskutiert, außerdem sollte ein Lymphom ausgeschlossen werden. Die ausführliche bronchoskopische Diagnostik einschließlich einer bronchoalvelären Lavage ergab keinen richtungweisenden Befund.

Ergebnisse: Das mittlere Mediastinum konnte über eine sublinguale sowie zwei vestibuläre Inzisionen nach Passage des Schilddrüsenisthmus ohne Probleme endoskopisch erreicht werden. Es erfolgte die Lymphadenektomie aus Station 4 rechts (lower paratracheal) sowie 7 (subcarinal). Postoperativ zeigte sich röntgenologisch ein schmaler Pneumothorax rechts bei Unterlappenatelektase, welche in der bronchoskopischen Kontrolle nicht mehr nachweisbar waren – eine klinische Symptomatik bestand zu keinem Zeitpunkt. Intra- oder postoperative Komplikationen wurden nicht beobachtet. Histologisch ergab sich eine unspezifische Lymphadenitis. Der Patient verließ das Krankenhaus am 2. postoperativen Tag.

Schlussfolgerungen: Somit konnte die trans-orale endoskopische Mediastinalchirurgie weltweit erstmals erfolgreich am Menschen umgesetzt werden. Eine prospektive Studie zur Methode schlisst sich an.