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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Manuelle Medizin versus PMR in der Therapie hyperfunktioneller Dysphonien – erster Vergleich der Soforteffekte

Poster

  • corresponding author Bernhard Lehnert - Klinik für Phoniatrie, RWTH Aachen, Deutschland
  • Hannah Schlasze - Klinik für Phoniatrie, RWTH Aachen, Deutschland
  • Sarah Siebertz - Klinik für Phoniatrie, RWTH Aachen, Deutschland
  • Christiane Neuschaefer-Rube - Klinik für Phoniatrie, RWTH Aachen, Deutschland

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2010;6:Doc48

DOI: 10.3205/cpo000541, URN: urn:nbn:de:0183-cpo0005416

Published: April 22, 2010

© 2010 Lehnert et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Manuelle Behandlungsverfahren gewinnen zunehmend stimmtherapeutisches Interesse. Dazu vorliegende Studien sind ganz überwiegend von geringer methodischer Qualität. Untersuchungen mit Kontrollgruppen fehlen nahezu vollständig. Wir präsentieren vorläufige Ergebnisse einer Studie die zeigt, dass die Effekte manueller Behandlungsverfahren auf funktionelle Stimmstörungen prospektiv und verblindet untersucht und bestätigt werden können. Als Kontrolle wurden die Patientinnen zweitzeitig mit einem allgemeinen Entspannungsverfahren (PMR nach Jacobson) behandelt.

Methode: 6 Patientinnen mit hyperfunktioneller Dysphonie wurden im Abstand von einer Woche mit einer manualmedizinisch-osteopathischen Behandlung und mit PMR behandelt. Die Reihenfolge der Behandlungsmodi war randomisiert. Es wurde jeweils vor und nach der Behandlung ein Stimmstatus erhoben wobei die Untersucherin verblindet war.

Ergebnisse: Die Patientinnen erfuhren durch beide Behandlungsmodi eine allgemeine Entspannung. Sowohl die manualmedizinische Behandlung wie auch die PMR zeigen signifikant positive Auswirkungen auf eine Vielzahl von Stimmgüteparametern. Im Trend deutet sich eine Überlegenheit der manualmedizinisch-osteopathischen Behandlung hinsichtlich der stroboskopischen Befunde und der vocal tract discomfort scale an.

Schlussfolgerungen:

  • Wir haben erstmals die Durchführbarkeit einer einseitig verblindeten, prospektiven, randomisierten und kontrollierten Untersuchung von Kurzzeiteffekten der Behandlungsverfahren gezeigt. Die gewonnenen Daten erlauben eine Fallzahlschätzung für Folgestudien.
  • Allgemeine Entspannung spielt auch bei den Effekten der manuellen Behandlung eine große Rolle die bisher in der Literatur unzureichend berücksichtigt wird