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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Diagnostik und Behandlung von Larynx Trauma

Poster

  • corresponding author Carolina Rebelo - HNO-Klinik, Katharinenhospital, Stuttgart, Deutschland
  • Christina Stotz - HNO-Klinik, Katharinenhospital, Stuttgart, Deutschland
  • Klaus Schneider - HNO-Klinik, Katharinenhospital, Stuttgart, Deutschland
  • Christian Sittel - HNO-Klinik, Katharinenhospital, Stuttgart, Deutschland

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2010;6:Doc34

DOI: 10.3205/cpo000527, URN: urn:nbn:de:0183-cpo0005271

Published: April 22, 2010

© 2010 Rebelo et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Traumata des Larynx, insgesamt seltener geworden, stellen besondere Anforderung hinsichtlich Diagnostik und Therapie.

Methoden: Wir stellen 2 Fälle von Patienten mit Larynx Trauma infolge eines Unfalls dar.

Ergebnisse: Die Patientin 1 stellte sich nach einem Verkehrsunfall mit Dyspnoe und ausgeprägtem Hals Emphysem vor. In der Computer Tomographie konnten Frakturlinien sowie ausgedehnte Lufteinschlüsse in den gesamten Halsweichteilen nachgewiesen werden. Bei der frühzeitigen chirurgischen Exploration zeigte sich ein querverlaufender Riss in der Schleimhaut der Pharynxhinterwand sowie eine fast komplette Durchtrennung des Kehlkopfs supraglottisch. Es erfolgte deshalb die Rekonstruktion und die Anlage eines Tracheostomas. In den postoperativen Wochen kam es zu einer deutlichen Verbesserung des endolaryngealen Befundes, jedoch mit Aspiration, die logopädisch behandelt wurde. Der Patient 2 wurde nach Sturz aus 2m Höhe zu uns verlegt. Endolaryngeal zeigte sich ein ausgedehntes Hämatom. In der Computer Tomographie des Halses/Thorax wurden dislozierte Frakturen des Kehlkopfskelettes nachgewiesen, sowie Frakturen in Höhe C4, C5 und C6 und eine instabile Kompressionsfraktur von Th6. Nach der unfallchirurgischen Stabilisierung konnte die Mehrfragmentfraktur des Kehlkopfskellets mittels einer Osteosyntheseplatte versorgt werden. Im postoperativen Verlauf musste nur eine rezidivierende Dysphonie logopädisch behandelt werden.

Schlussfolgerung: Aus unseren Sicht sollte die Indikation zur chirurgischen Exploration großzügig gestellt werden, um eine frühzeitige Rekonstruktion und Rehabilitation mit dem Ziel des vollständigen Funktionserhalts anzustreben.