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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Gewebedifferenzierung mit Hilfe der Volumen-OCT

Poster Hals

  • corresponding author Michael Dämgen - MH Hannover, Hannover
  • Thomas Lenarz - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Hannover
  • Burkhard Schwab - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Hannover
  • Martin Leinung - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Hannover

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2009;5:Doc76

doi: 10.3205/cpo000480, urn:nbn:de:0183-cpo0004800

Published: April 16, 2009

© 2009 Dämgen et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Im Rahmen eines Verbundprojektes soll ein Funktionsmuster eines Lasertherapiesystems für die Mikrochirurgie im Halsbereich realisiert werden. Das System beinhaltet als bildgebendes Verfahren einen Optischen Kohärenztomographen (OCT). Durch kontrolliertes Verschieben des Probenstrahls über das zu untersuchende Gebiet können zwei- und dreidimensionale Bilddaten akquiriert werden. Die erzeugten Bilder sind jedoch durch ein ungünstiges Signal-Rausch-Verhältnis charakterisiert und wurden mittels selbstgeschriebener Algorithmen modifiziert und in einen Volumendatensatz überführt.

Methoden: Ein OCT-Gerät der Fa. LightLabImaging wurde in den Strahlengang eines Operationsmikroskops der Fa. Carl Zeiss Surgical eingekoppelt (Time-domain, zentrale Wellenlänge 1278 nm). Schwerpunktmäßig wurden tierische Mischgewebe mit eingelagerten funktionell relevanten Strukturen untersucht. Mittels digitaler Bildfilterung, Kantendetektion, Grauwert-Summenbildung,, schwellwertbasierte Segmentation sowie Hilbert-Transformation wurden die Einzelbilder in einer Volumendarstellung assembliert.

Ergebnisse: Neurologische Strukturen sind im OCT-Bild durch eine homogene Binnenstruktur charakterisiert; mittels Summenbildung zeigt sich eine typische Längsstreifung in der Aufsicht. Auch die Identifikation von Muskulatur ist auf Grund des hohen Wassergehaltes gegeben.

Schlussfolgerungen: Hinsichtlich onkologischer Dignitätseinschätzung stellt die sog. „optische Biopsie“ ein zukunftsweisendes Forschungsgebiet dar, das pathogenetische Veränderungen in situ dokumentieren kann. Es ist gezeigt worden, dass die oft schwierige und Vertrautheit erfordernde Interpretation von OCT-Bilddaten durch die Bearbeitung mit einfachen Algorithmen entscheidend erleichtert werden kann.