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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Multilokulärer Abrikossoff-Tumor als Differentialdiagnose zu einem filialisierten Malignom

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  • corresponding author Friederike Ott - Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten, Ortenauklinikum Lahr, Lahr
  • Lothar Tietze - Institut Pathologie Lahr-Ettenheim, Lahr
  • Tobias Stripf - Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten, Ortenauklinikum Lahr-Ettenheim, Lahr
  • Olaf Ebeling - Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten, Ortenauklinikum Lahr-Ettenheim, Lahr

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2008;4:Doc22

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2008-4/cpo000380.shtml

Published: April 22, 2008

© 2008 Ott et al.
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Zusammenfassung

Auch bei bekannten Karzinomen ist es erforderlich, verschiedene vermeintliche zervikale Absiedlungen jeweils histologisch zu untersuchen, wie unser Fall dokumentiert:

Wir berichten über eine 71-jährige Patientin, die sich mit einer abzuklärenden zervikalen Raumforderung rechtsseitig ohne andere Beschwerdeangaben vorstellte. In der Sonographie des Halses zeigte sich diese als 3 cm groß und gut vaskularisiert in Regio II. Bei Z.n. Hemithyreoidektomie rechts ließ sich sonographisch zudem im Bereich der ehemaligen Schilddrüsenloge eine inhomogene Raumforderung darstellen. Im MRT zeigte sich diese als 3,5 x 4 x 8 cm große mehrknotige Raumforderung, die zu einer Verlagerung des Hypopharynx und Larynx nach links führte. Die durchgeführte Panendoskopie bestätigte eine glatte submukös parapharyngeal gelegene Raumforderung mit Verdacht einer malignen Neubildung und zervikaler Filialisierung. Sowohl eine Feinnadelpunktion von zervikal als auch die Gewebeprobe von parapharyngeal ergab das Vorliegen eines Granularzelltumors. Zeitgleich wurde durch eine Stanzbiopsie die Diagnose eines Mamma Carcinomes rechts gestellt.

Unser Fall beschreibt die seltene Differentialdiagnose eines multilokulären Granularzelltumors. Dieser, von den Schwann-Zellen ausgehende Tumor, wurde erstmals 1926 von dem russischen Pathologen Abrikossoff beschrieben.

Wir möchten auf das Vorliegen eines multilokulären Granularzelltumors als mögliche Differentialdiagnose zu einem filialisierten Malignom, sowie auf die Wichtigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit bei der Abklärung von zervikalen Raumforderungen hinweisen.