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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Störungen der Blutgerinnung bei vaskulären Malformationen des Kopf-Hals-Bereichs

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  • corresponding author Susanne Wiegand - Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Marburg
  • Behfar Eivazi - Universitäts-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgi, Marburg
  • Jochen Alfred Werner - Universitäts-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Marburg

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2008;4:Doc02

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2008-4/cpo000360.shtml

Published: April 22, 2008

© 2008 Wiegand et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Die chirurgische Therapie von vaskulären Malformationen des Kopf-Hals-Bereichs geht mit einem hohen Blutungsrisiko einher. Das Ziel der Studie war daher die Prävalenz von Blutgerinnungsstörungen bei Patienten mit vaskulären Malformationen des Kopf-Hals-Bereichs zu untersuchen.

Methoden: In einer prospektiven Untersuchung wurden zehn Patienten mit vaskulären Malformationen des Kopf-Hals-Bereichs, die elektiv operiert wurden, hinsichtlich des Vorliegens vorbestehender Blutgerinnungsstörungen analysiert. Präoperativ erfolgte die Bestimmung von Thrombozytenzahl, Quick-Wert bzw. INR, aPTT, Fibrinogen, IVBT-Epi und IVBT-ADP (PFA-100), von-Willebrand-Faktor und D-Dimeren.

Ergebnisse: Sechs von zehn Patienten zeigten eine Störung der Blutgerinnung. Bei fünf dieser Patienten konnte anhand einer Verlängerung der Verschlusszeit mit Collagen/Epinephrin im Plättchenfunktionsanalyzer PFA-100 eine zur Zeit nicht näher klassifizierbare Störung der primären Hämostase ähnlich wie nach ASS-Einnahme diagnostiziert werden. Bei einem Patienten lag ein mildes von-Willebrand-Syndrom vor.

Schlussfolgerung: Vaskuläre Malformationen des Kopf-Hals-Bereichs scheinen zu einem nicht unerheblichen Anteil mit Störungen der primären Hämostase assoziiert zu sein, weswegen eine präoperative Gerinnungsanalyse einschließlich einer Thrombozytenfunktionsuntersuchung unverzichtbar ist, zumal eine präoperative Therapie von primären Hämostasestörungen in nahezu allen Fällen möglich ist und somit eine Reduktion des intraoperativen Blutungsrisikos erzielt werden kann.