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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Workflowanalysen als objektives Beschreibungsmittel in der HNO-Chirurgie

Poster

  • corresponding author Oliver Burgert - Universität Leipzig, Leipzig
  • Gero Strauß - Klinik und Poliklinik für HNO/ Plastische Operationen, Leipzig
  • Thomas Neumuth - ICCAS - Innovation Center Computer Assisted Surgery, Leipzig
  • Andreas Dietz - Klinik und Poliklinik für HNO/ Plastische Operationen, Leipzig
  • Ulrich Fickweiler - Klinik und Poliklinik für HNO/ Plastische Operationen, Leipzig

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2006;2:Doc146

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2006-2/cpo000250.shtml

Published: April 24, 2006

© 2006 Burgert et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Der HNO-chirurgische Arbeitsplatz wird zunehmend von technischen Hilfsmitteln geprägt. Eine wissenschaftlich valide Analyse des Ist-Zustands mit einer Abschätzung des Entwicklungsbedarfs solcher Geräte findet nur in Ausnahmen statt.

Workflowanalysen schließen diese Lücke und sind darüber hinaus ein Instrument zur Evaluation von chirurgischen Techniken und Instrumentarien. Diese Studie soll exemplarisch die Anwendung dieser Methodik in der HNO-Chirurgie aus Sicht der Informatik zeigen.

Methoden: Es wurde eine Software zum intraoperativen Erfassen von HNO-chirurgischen Workflows mit Hilfe von Tablet-PCs erstellt. Die Software lässt sich den Anforderungen unterschiedlicher Eingriffe durch Veränderung der zugrunde liegenden Ontologie anpassen. Es kann hierbei ein nahezu beliebiger Detailgrad (Blickrichtungen, Aktivitäten der Hände, …) erfasst werden. Die Speicherung der Workflows erfolgt in einer XML-Datenstruktur welche eine automatisierte Verarbeitung erlaubt.

Ergebnisse: Die Erhebung der Daten nahm keinen Einfluss auf die chirurgische Technik. Die Daten konnten zur Beantwortung chirurgischer Fragestellungen (Nutzen beidhändiger Manipulation, Nutzen eines Haltearms) genutzt werden. Es wurden 39 MLS und 46 FESS protokolliert.

Darüber hinaus wurde eine Erhebung durchgeführt, die den intraoperativen Geräteeinsatz (11 Geräte incl. Nutzer) während einer Woche dokumentiert um ein Anforderungsprofil für einen neuen OP-Saal zu erstellen.

Schlussfolgerungen: Workflowanalysen erweisen sich als wertvolles Hilfsmittel zur Analyse chirurgischer Techniken. Sie können an unterschiedliche Fragestellungen angepasst werden. Eine detaillierte Aufnahme der Workflows erlaubt auch im Nachhinein eine Auswertung nach vorher nicht definierten Kriterien.